Die Herzogenauracher machen mit "Speedfactory" ernst
Adidas gibt Gas

Der Adidas-Laufschuh Futurecraft. Bild: Adidas AG/dpa
Wirtschaft BY
Bayern
20.08.2017
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Ansbach. Adidas hat in diesem Sommer die Serienproduktion von Sportschuhen gestartet, die zum Teil aus dem 3D-Drucker kommen sollen. Standort ist die sogenannte Speedfactory in Ansbach. Dort und in einer im Aufbau befindlichen Fabrik in der US-Stadt Atlanta sollen mittelfristig pro Jahr jeweils 500 000 Paar Schuhe weitgehend automatisiert hergestellt werden. Zum Vergleich: 2016 produzierte der Konzern mit Sitz in Herzogenaurach nach aktuellen Zahlen 360 Millionen Paar Schuhe, davon 97 Prozent in Asien.

Von der "Speedfactory" auf heimischem Boden verspricht sich Adidas, schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen und flexibler auf Trends und Kundenwünsche zu reagieren. In Sachen Individualisierung stehe Adidas vor vielen Herausforderungen, sagte Nieber. Die Ansbacher Fabrik sei ein mit "unglaublichem Aufwand" verbundenes Projekt, für das die "Prozesskette von vorne bis hinten neu gedacht" werde.

Der Wettlauf um den innovativsten Schuh - etwa mit Nike - könnte sich für die Unternehmen auszahlen. Sie suchen nach Wegen, den Trend zum Individualismus in Kleinserien umzusetzen. Am Ende könnte es einen Markt für den maßgeschneiderten Schuh geben, der Sport und Orthopädie miteinander verbinde.
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