Frankenwein wird teurer

Wirtschaft BY
Bayern
12.10.2017
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Würzburg. Enorme Trockenheit, Spätfrost, nasser Sommer, Mäuse, Wildschweine, Kirschessigfliegen - Wetterkapriolen und tierische Plagen haben die fränkischen Winzer viel Nerven und Arbeit gekostet. Trotzdem ist der Wein-Jahrgang 2017 besser geworden als zunächst angenommen. Das betreffe die Qualität und die Erntemenge, sagte Hermann Kolesch, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), am Donnerstag in Würzburg. Die fränkischen Winzer können mit einem durchschnittlichen Ertrag von etwa 81 Hektoliter Most pro Hektar rechnen. Der Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre liegt der Landesanstalt zufolge bei 73 Hektolitern pro Hektar.

Damit ist die Menge der eingefahrenen Trauben in etwa vergleichbar mit der aus dem Vorjahr. Der Großteil der Konkurrenz in Deutschland und Europa habe enorme Ernteeinbußen hinnehmen müssen, hieß es. Dem Deutschen Weininstitut zufolge verzeichnen die deutschen Winzer heuer beim Ertrag ein durchschnittliches Minus von 18 Prozent. Bei Italien, Spanien und Frankreich sehe das mit minus 14,4 Prozent ähnlich aus, so Kolesch weiter.
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