Kaufkraft
Im Jahr 2017 mehr Geld in der Tasche

In der weihnachtlich gestimmten Fußgängerzone von Amberg drängen sich die Menschen zum Einkauf. Auch im nächsten Jahr sollen die Deutschen laut GfK mehr Geld in der Tasche haben. Bild: Hartl
Wirtschaft BY
Bayern
07.12.2016
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Die Konjunktur läuft weiter gut in Deutschland, die Löhne und Gehälter sind etwas gestiegen - das macht sich auch bei der Kaufkraft bemerkbar, zeigt eine Studie. Am besten geht es den Menschen in Bayern.

Bruchsal. Die Menschen in Deutschland werden im Jahr 2017 einer Studie der Marktforschungsfirma GfK zufolge für den Konsum mehr Geld in der Tasche haben. Die Kaufkraft werde pro Kopf voraussichtlich um 360 Euro (1,65 Prozent) auf 22 239 Euro steigen, teilte die GfK am Dienstag in Bruchsal mit. Kaufkraft ist das verfügbare Geld zum Wohnen, für Freizeitausgaben, zum Sparen und zum Einkaufen. Verglichen mit dem Jahr 2016 schwächt sich der Zuwachs etwas ab - in der gleichen GfK-Studie von vor einem Jahr lag das Kaufkraftplus bei zwei Prozent.

Wegen des Bevölkerungs-Anstiegs liegt das Gesamt-Plus bei der Kaufkraft höher als der Pro-Kopf-Wert, und zwar bei 2,9 Prozent auf 1,828 Milliarden Euro. Die Werte zum Anstieg sind nominal, also ohne Inflation. Wie hoch diese im Jahr 2017 sein dürfte, war nicht Gegenstand der Kaufkraft-Analyse. Zuletzt lag die Teuerung in Deutschland laut Statistikamt Eurostat bei 0,7 Prozent. Sieben der zehn Kommunen mit der höchsten Kaufkraft pro Kopf werden im Jahr 2017 werden laut der Studie bayerische sein: die Kreise Starnberg, München, Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Dachau sowie in die Städte München und Erlangen. An erste Stelle laut GfK werde erneut Starnberg mit einer Kaufkraft von 32 194 Euro pro Einwohner liegen. Dort hat ein Einwohner rechnerisch gesehen 45 Prozent mehr Geld zur Verfügung als im Bundesschnitt. Auf den letzten Platz der 402 Stadt- und Landkreise kam das sächsische Görlitz mit 17 496 Euro pro Kopf.
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