KG-Holzbau GbR: Zimmerer mit großen Zukunftsplänen
Die Zukunft auf Holz gebaut

Bei KG-Holzbau legen auch die Meister höchstpersönlich Hand an. Michael Karl (rechts) und Thomas Gallitzendörfer haben mit ihrer noch jungen Firma bereits erste Erfolge zu verzeichnen. Bild: dob
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Bayern
17.04.2013
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Es muss nicht immer ein Startup aus der IT-Branche sein. Natürlich gibt es in der Oberpfalz auch unzählige Firmengründungen in ganz bodenständigen Bereichen. Der Zimmereibetrieb von Michael Karl und Thomas Gallitzendörfer ist so ein Beispiel. Auch wenn beide betonen, dass ihr Beruf, so traditionsreich er auch sein mag, längst in der Moderne angekommen ist.

"Den Zimmerergesellen von früher mit Handwerkshose, Meterstab und Bierflasche gibt es längst nicht mehr", erklären sie. Die beiden müssen es wissen, schließlich gehören sie zu den jungen Vertretern ihres Berufs. Gallitzendörfer ist 24 Jahre alt, Karl ist 32. Vor rund einem Jahr siedelten sie sich mit ihrer KG-Holzbau GbR in Vohenstrauß an. Beide waren zu diesem Zeitpunkt frischgebackene Zimmerermeister. Eine überhastete Entscheidung war der Sprung in die Selbstständigkeit dennoch nicht. Der Entschluss reifte während der eineinhalbjährigen Meisterprüfungszeit. Schwierig war es anfangs, ein geeignetes Gebäude aufzutun.

Positives erstes Jahr

Aber mit Hilfe des Bürgermeisters fanden sie schließlich eine Bleibe im Gewerbegebiet am Hütbrunnenweg. "Unser Traum von der eigenen Firma bekam dadurch einen neuen Schub." Vor Reibungen bei der gemeinsamen Existenzgründung dürfte beiden nicht bange gewesen sein. Karl und Gallitzendörfer kannten sich schließlich schon länger, waren zuvor schon beim selben Arbeitgeber Kollegen, absolvierten später gemeinsam die Meisterschule. Nach ihrem ersten Jahr als Unternehmer ziehen sie bereits eine positive Bilanz: "Es läuft besser als wir gedacht haben." Das zeigt sich auch an der Zahl der Mitarbeiter: Mittlerweile sind zwei Gesellen und ein Auszubildender, die alle aus der näheren Umgebung kommen, für die KG-Holzbau GbR im Einsatz. Diese schätzen besonders das gute Betriebsklima. "Was uns selbst immer als Arbeitnehmer geärgert hat, wollen wir natürlich bei unseren Angestellten besser machen", erklären die Chefs.

Erweiterung geplant

Aufträge kommen mittlerweile aus dem gesamten Landkreis Neustadt/WN - und ab und an auch von weiter her. In der 10 mal 16 Meter großen Werkshalle werden sämtliche Vorarbeiten geleistet. Bald soll außerdem ein 10 mal 12 Meter großes Bürogebäude mit Garagen hinzukommen. Das Handwerk hat also noch immer goldenen Boden - wenngleich die Zimmerer Nachwuchssorgen plagen. Das klingt verwunderlich, wenn man Karl und Gallitzendörfer über ihren Beruf sprechen hört. Von abwechslungsreicher Arbeit an der frischen Luft schwärmen sie. Und von der Zufriedenheit am Ende des Tages, wenn wieder eine Familie ein Dach über dem Kopf hat. Auch an wirtschaftlichen Erfolg für tüchtige Handwerker glauben die beiden. Denn, so ihr Credo: "Zukunft kommt von Können."
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