07.01.2018 - 22:22 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Essen ohne Rauch bereitet "mehr Genuss"

Zum Artikel "Die Gemütlichkeit fehlt":

von Externer BeitragProfil

Seit es das Rauchverbot gibt, soll es an der Gemütlichkeit fehlen? Die Gästezahlen sollen rückläufig sein? Das kann ich nicht nachvollziehen. Meine persönlichen Erfahrungen sagen mir, dass die Gaststätten und Restaurants besser besucht, voller sind, vor allem zu den Essenszeiten: Brotzeit, Mittags- und um die Abendessenszeit. Ich registriere vor allem mehr Familien mit Kindern, die sich die Mahlzeiten schmecken lassen - ohne den Geschmack beeinträchtigende Rauchschwaden.

Selbst Gewohnheitsraucher gestehen ein, dass das Essen ohne Rauch mehr Genuss bereitet und sie auch ganz froh sind, dass sie den Pullover/das Jackett nach einem Wirtshausbesuch nicht einen Tag lang auf den Balkon hängen müssen - zum Ausdünsten. Es mag sein, dass eingeschworene Raucher, zum Beispiel in Kartlerrunden, nicht mehr so häufig und lange im Wirtshaus hocken. Den Hauptumsatz macht ein Wirt aber ohnehin nicht mit ein paar Bier am späten Abend, sondern mit dem Essen.

Den Vorstoß unserer Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstütze ich voll und ganz. Mir war schon immer schleierhaft, warum das Rauchverbot nicht auf Pkw ausgedehnt wurde, zumindest wenn Kinder mit an Bord sind. Wenn schon das Rauchen im geschlossenen Raum einer Gaststätte belästigend und gefährlich ist (völlig richtig!), warum dann nicht in der viel kleineren Fahrgastzelle eines Autos? Diese Frage habe ich mir jedes Mal gestellt, wenn ich an einer Ampel neben mir ein Fahrzeug stehen sah, am Steuer die qualmende Mutter oder der Vater, und hinten zwei Kinder.

Gewiss, in einer freien Gesellschaft kann jeder seinen Lebensstil frei wählen, auch wenn dieser gefährlich ist. Die Grenze muss jedoch dort gezogen werden, wo Dritte möglicherweise geschädigt werden. Noch dazu, wenn sich diese der Gefahr nicht entziehen können. Mitfahrende Kinder können eben nicht, wie erwachsene Beifahrer, den Fahrer ersuchen, das Rauchen einzustellen oder das Fahrzeug verlassen. Darum: Bravo, Frau Huml, weiter so!

Renate Trammer, 92708 Mantel

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