Neuer Fahrplan
Oberpfälzer Sprint nach Berlin

Im Dezember geht die neue ICE-Strecke von Nürnberg nach Berlin in Betrieb. Auch Oberpfälzer kommen dann schneller mit dem Zug in die Hauptstadt. Bild: Martin Schutt/dpa
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Bayern
12.09.2017
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Von Weiden und Schwandorf nach Berlin mit dem Zug in weniger als fünf Stunden - ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wird das für Bahnreisende Wirklichkeit. Dank der ICE-Neubaustrecke durch den Thüringer Wald.

München. Dreimal täglich, nämlich frühmorgens, mittags und abends mit dem neuen ICE-Sprinter, wird dann die Fahrzeit aus beiden Städten in die Hauptstadt nur noch 4:45 Stunden dauern, statt heute im günstigsten Fall 5:10 Stunden aus Weiden und 5:40 Stunden aus Schwandorf mit Umsteigen in Hof und Leipzig. Der ICE-Sprinter schafft die 623 Kilometer lange Strecke Berlin-München in weniger als vier Stunden. Ergänzend zu den Sprinter-Fahrten besteht künftig eine stündliche Verbindung mit einer Fahrzeit von 5:15 Stunden, ebenfalls mit Anschluss in Nürnberg. Das geht aus den vorläufigen Fahrplänen hervor, die die Bahn nun in München vorlegte.

Demnach werden die ICE-Züge von Nürnberg nach Berlin jeweils fünf Minuten nach der vollen Stunde starten, die Sprinter genau zur vollen Stunde. Die Regionalzüge aus Weiden und Schwandorf erreichen den Bahnhof Nürnberg rund 45 Minuten früher. Ob die Fahrpläne für einen schnelleren Anschluss noch optimiert werden, steht aktuell noch nicht fest, der detaillierte Winterfahrplan wird erst Mitte Oktober vorgestellt.

Der DB-Fernverkehrsplaner Robert Ohler bezeichnete die Wartezeit als "entspanntes Umsteigen", da man nicht von einem Zug in den anderen hetzen müsse, um den Anschluss zu erreichen. Die neue ICE-Trasse ermögliche trotzdem einen Zeitvorteil im Vergleich zu den gegenwärtigen Verbindungen. "Wir bringen die mit der ICE-Neubaustrecke verbundenen Reisezeitverkürzungen auch in die Fläche", erklärte Ohler.

Größte UmstellungMit Inbetriebnahme der neuen ICE-Strecke zwischen Berlin und München werden ab Mitte Dezember täglich rund 80 Fernverkehrszüge in Erfurt halten. "Thüringen wird zum Drehkreuz im mitteldeutschen Verkehr", sagte Verkehrsministerin Birgit Keller (Linke) bei der Vorstellung des neuen Fahrplans. Die Bahn rechnet auf dieser Strecke mit einer Verdoppelung auf 3,6 Millionen Passagiere jährlich. Nach Angaben der Bahn handelt es sich um die größte Fahrplanumstellung der letzten Jahrzehnte. (dpa)
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