Neuordnung beim Sportartikelhersteller
Kering trennt von Mehrheit an Puma

Das Logo des Sportartikelherstellers Puma SE prangt auf einem Fußball-Schuh. Bild: Daniel Karmann/dpa
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Bayern
11.01.2018
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Paris/Herzogenaurach. Der französische Kering-Konzern will seine Mehrheit am deutschen Sportartikelhersteller Puma abgeben und unter den eigenen Aktionären verteilen. Rund 70 Prozent der Puma-Beteiligung wolle Kering an seine Aktionäre weiter reichen und als Sachdividende an sie auszuschütten, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Kering selbst würde damit nur rund 16 Prozent an Puma behalten und sich damit auf den gewinnstarken Luxussektor konzentrieren.

Damit wäre der Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach künftig zu 55 Prozent im Streubesitz. Artémis, der größte Anteilseigner von Kering, würde mit einem Anteil von etwa 29 Prozent ein langfristiger strategischer Aktionär von Puma bleiben, hieß es.

Über eine Trennung Pumas von Kering war schon häufiger spekuliert worden. "Die geplante Ausschüttung der Puma-Aktien an unsere Aktionäre wäre ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Konzerns", erklärte Kering-Chef François Henri Pinault. "Kering könnte sich voll und ganz dem Wachstum seiner Luxushäuser widmen, deren anhaltende Attraktivität, die auf kreativer Kühnheit und Innovationskraft basiert."

Der Konzern werde unverzüglich die zuständigen Betriebsratsvertreter informieren. Die endgültigen Bedingungen würden derzeit noch geprüft, die Kering-Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 26. April 2018 über den Vorschlag abstimmen.

Puma begrüßte die Entscheidung. Kering und Artémis würden starke Partner bleiben. Die Transaktion habe keinen Einfluss auf die aktuelle Strategie, so Puma.

Während es für die Aktien von Puma am Abend um 4,38 Prozent bergab ging, dämmten die Kering-Titel ihr Minus nur etwas ein auf letztlich 0,99 Prozent. Da viele Investoren schon zuvor auf einen solchen Schritt der Franzosen gesetzt hätten, sei die Fantasie bei Puma damit weg, begründete ein Händler den Kursrückgang. Nun dürften viele Kering-Aktionäre die Puma-Titel sofort verkaufen.
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