11.01.2018 - 16:54 Uhr
Deutschland & Welt

Niedrigste Quote und Beschäftigungsrekord am bayerischen Arbeitsmarkt Oberpfalz führt Bezirke an

Nürnberg. Mit der niedrigsten Erwerbslosenquote und einem Höchstwert bei den regulären Jobs hat der bayerische Arbeitsmarkt ein Rekordjahr hingelegt. Die Arbeitslosenquote war im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 3,2 Prozent "so niedrig wie nie", sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, laut Mitteilung vom Donnerstag. Die Daten werden seit 1994 erhoben.

von Agentur DPAProfil

Gleichzeitig waren zum Stichtag am 30. Juni 2017 etwa 5,46 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - der höchste Juniwert seit Beginn der Erfassung im Jahr 1974. Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) bezeichnete 2017 als "weiteres Rekordjahr". 2018 stehe man trotzdem vor großen Herausforderungen, gab Holtzwart mit Blick auf Langzeitarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel zu bedenken.

Die Zahl der Arbeitslosen lag 2017 im Jahresdurchschnitt bei 231 353 - ein Minus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Oberpfalz und Schwaben führten mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von je 2,9 Prozent die bayerischen Regierungsbezirke an. Es folgten Unterfranken mit einer Jahresquote von 3,0 Prozent, Oberbayern und Niederbayern mit je 3,1 Prozent und Oberfranken mit 3,5 Prozent. Mittelfranken bildete mit 3,9 Prozent den Schluss. Im Jahresdurchschnitt waren etwa 17 800 Flüchtlinge als arbeitslos registriert. Da die meisten Zuwanderer aus Asylherkunftsländern jedoch zunächst einen Integrationskurs machen oder an einer Weiterbildung teilnehmen, lag die Zahl der sogenannten arbeitsuchenden Flüchtlinge mit knapp 53 500 dreimal so hoch. In der Zahl der Arbeitssuchenden sind dabei die Arbeitslosen enthalten. Kommentar, Seite 15

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