04.05.2017 - 22:12 Uhr
Deutschland & Welt

Siemens legt zu Elektrokonzern optimistsicher

München. Siemens kommt stärker in Fahrt. Für das zweite Quartal des laufendes Geschäftsjahres (30. September) meldete das Unternehmen am Donnerstag anziehende Aufträge und Umsätze. "Wir haben wiederum eine starke Teamleistung gezeigt und uns erneut besser entwickelt als die Märkte", erklärte Konzernchef Joe Kaeser. Deshalb ist er noch etwas optimistischer fürs Gesamtjahr. Für Spannung sorgen die Spekulationen rund um eine mögliche Zug-Allianz von Siemens und Bombardier. Finanzchef Ralf Thomas hielt sich dazu bedeckt, machte aber klar, dass er mit weiterer Bewegung in der Branche rechnet.

von Agentur DPAProfil

Bei der Gewinnprognose blieb Siemens bei den angepeilten 7,20 bis 7,70 Euro je Aktie. Damit könnte der Konzern unter dem Strich im laufenden Jahr bis zu 6,55 Milliarden Euro verdienen. Das Unternehmen traut sich nun aber zu, das Ziel auch inklusive der Kosten für die Übernahme des Softwareherstellers Mentor Graphics sowie für das mit dem spanischen Unternehmen Gamesa zusammengelegte Windkraftgeschäft zu schaffen. Rückenwind bekommt Siemens dabei vom Auftragseingang: Im zweiten Quartal zog der Industrieriese zwei Prozent mehr Bestellungen an Land. Der Umsatz kletterte um 6 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Keine Details wollte Thomas zur Börsennotierung der Medizintechnik nennen. Über Zeitpunkt und Ausgestaltung sei noch nicht entschieden. Zuletzt war auch im Gespräch, dass Siemens durch Abspaltungen und Börsengänge ein loser Dachgesellschaft-Verbund werden könnte. Dies treffe nicht zu, sagte Thomas.

In den kommenden Jahren will Siemens eine Milliarde Euro in den Ausbau von Afrikas Stromversorgung investieren. Das kündigte Kaeser am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum Afrika Durban an. Mit Regierungsvertretern aus Uganda und Sudan unterzeichnete er Absichtserklärungen für entsprechende Projekte.

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