11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Stellenabbau vor allem in den Werken Augsburg, Eichstätt und Berlin Osram bringt nun Licht ins Dunkel

Der Leuchtmittel-Hersteller Osram hat erste Details zu seinem bevorstehenden Stellenabbau genannt. Ein Unternehmenssprecher nannte der "Süddeutschen Zeitung" Zahlen für die geplanten Streichungen an den einzelnen Standorten.

Geht im Osram-Werk in Augsburg bald das Licht aus? Das Werk war schon bislang von Sparrunden besonders betroffen gewesen. Gewerkschaftsangaben zufolge wurden in den vergangenen Jahr hier bereits 700 Stellen gestrichen. Nun sollen weitere Arbeitsplätze wegfallen. Übrig blieben künftig noch rund 1200 Mitarbeiter. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil

Osram hatte angekündigt, in den kommenden drei Jahren bundesweit etwa 1700 Jobs zu streichen. Weltweit sind es rund 7800. In Augsburg sollen zwischen 350 und 400 Stellen wegfallen. Das rund 90 Jahre alte Traditionswerk war bislang schon von Sparrrunden besonders betroffen. Nach Gewerkschaftsangaben sind innerhalb der vergangenen zehn Jahre bereits 700 Stellen in Augsburg gestrichen worden. Der letzte Jobabbau des Konzerns sei noch nicht ganz abgearbeitet, zum 1. Oktober würden noch einmal 130 Beschäftigte das Werk verlassen. In Eichstätt sind mehr als 300 Mitarbeiter betroffen. Diese Zahl könne sich aber noch ändern, falls das Verbot von Haushalts-Halogenlampen im Jahr 2016 noch verschoben würde, sagte ein Osram-Sprecher dem Blatt.

In Berlin sollen 283 Arbeitsplätze gestrichen werden. 70 bis 80 Stellen sollen jeweils in den Werken in Schwabmünchen bei Augsburg und in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) wegfallen. Zu den Plänen für das Verwaltungszentrum in München, zu dem auch die Entwicklung im Vorort Garching gehört, wollte der Firmensprecher keine Angaben machen. Nach SZ-Informationen sind 250 bis 300 Stellen gefährdet. Ein Osram-Sprecher bestätigte am Wochenende die in dem Zeitungsbericht genannten Zahlen.

Auch bei der LED-Produktion in Regensburg wurden Streichungen angekündigt. Diese seien durch die höhere Automatisierung bedingt und hätten nichts mit den aktuellen Rationalisierungsplänen zu tun, hatte es geheißen. 100 Stellen sollen deshalb wegfallen. Osram ist - wie alle Lichttechnik-Anbieter - vom Wandel in der Branche von konventioneller Beleuchtungstechnik hin zu moderner Leuchtdioden-Technik (LED) betroffen. Am Freitag war bekanntgeworden, dass Osram die italienische Beleuchtungsfirma Clay Paky kauft und damit die eigene Sparte für Spezialbeleuchtung stärkt.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.