24.08.2017 - 22:16 Uhr
Deutschland & Welt

Vorübergehender Einschlagsstopp angekündigt Aufräumen im Staatswald

Neuburg am Inn. Knapp eine Woche nach dem Unwetter sind die Aufräumarbeiten in den geschädigten Wäldern in Niederbayern in vollem Gange. Reinhardt Neft, Vorstand bei den Bayerischen Staatsforsten, hat sich am Donnerstag in der Nähe von Neuburg am Inn (Kreis Passau) ein Bild von der Lage gemacht. Im Bereich des Forstbetriebes Neureichenau, der für die Wälder in den beiden besonders betroffenen Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau zuständig ist, sei so viel Holz dem Sturm zum Opfer gefallen, wie sonst in einem ganzen Jahr eingeschlagen werde. Nun gelte es, umgestürzte oder abgebrochene Bäume schnellstmöglich aus den Wäldern zu schaffen, um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern.

Reinhardt Neft (links), Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, machte sich am Donnerstag ein Bild von der Lage. Bild: Matthias Balk/dpa
von Agentur DPAProfil

Aus Solidarität mit den privaten Waldbesitzern haben die Staatsforsten am Mittwoch einen vorübergehenden Einschlagsstopp angekündigt. So soll die sowieso schon angespannte Situation auf dem Holzmarkt nicht weiter belastet werden. Die orkanartigen Sturmböen vom vergangenen Freitag hatten in den Wäldern im Freistaat schwere Verwüstungen hinterlassen und ersten Schätzungen zufolge mindestens zwei Millionen Kubikmeter Schadholz verursacht. Mehr als 90 Prozent davon entfallen nach Angaben des Agrarministeriums auf die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau.

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