18.10.2017 - 21:28 Uhr
Deutschland & Welt

Warnung der Allianz Hacker-Angriff auf Autos?

München. Ungesicherte Datenschnittstellen im Auto können nach Experteneinschätzung zum Einfallstor für Hackerangriffe werden. Die Allianz-Versicherung fürchtet, dass es in den nächsten Jahren nicht bei den bisherigen vereinzelten kriminellen Attacken von Datendieben und -saboteuren bleiben wird: "Die Schutzmechanismen vor Hackerangriffen sind - gerade bei älteren Fahrzeugen - oft unzureichend", sagte Joachim Müller, Vorstand der Sachversicherung bei der Allianz Deutschland. "Deshalb wird die Zahl der Angriffe auf vernetzte Fahrzeuge in den kommenden Jahren steigen."

Auf dem Display eines Autobordcomputers werden Apps angezeigt. Der Anschluss an Datennetze macht das Fahrzeug für Hacker angreifbar. Archivbild: Jens Kalaene/dpa
von Agentur DPAProfil

In der Autobranche gilt die OBD2-Schnittstelle als gefährdet, die seit Ende der neunziger Jahre in alle Fahrzeuge eingebaut ist. Diese ungesicherte Schnittstelle wurde bewusst offen gehalten und war für das Auslesen von Abgasdaten per Kabel in der Werkstatt gedacht, wie Maik Böres erläutert, Leiter "Future Mobility" bei BMW. "Smart Dongles" ermöglichen die Datenübertragung per W-Lan oder Sim-Card. Damit lässt sich ein elektronisches Fahrtenbuch führen. Doch der Schutz gegen Eingriffe ist mangelhaft. "Die Dongles von Drittanbietern sind zum Teil nicht mal passwortgeschützt", sagt Böres. Es gibt Vorkehrungen: "Bei BMW sind alle fahrsicherheitsrelevanten Dinge von der OBD-Schnittstelle abgekoppelt", sagt Böres.

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