Zahl der Beschäftigten bleibt gleich - Hohe Investitionsbereitschaft - Betriebe stöhnen über ...
Textilwirtschaft meldet Rückgang

Christian Heinrich Sandler, Präsident der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Bild: privat
Wirtschaft BY
Bayern
24.04.2013
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Die bayerische Textil- und Bekleidungswirtschaft hat vergangenes Jahre einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Gesamtumsatz der Branche im Freistaat sank im Vergleich zum Jahr 2011 von 4,446 Milliarden Euro auf 4,292 Milliarden Euro. Der Rückgang im Bekleidungsbereich lag bei 0,3 Prozent, im Textilbereich sogar bei 6,4 Prozent, teilte der Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie am Dienstag mit.

"Den Anstrengungen der Unternehmen ist es zu verdanken, dass trotz dieser Eintrübung die Beschäftigungszahlen mit rund 23 000 fast auf dem Niveau von 2011 stabil blieben", sagte Christian Heinrich Sandler, Präsident des Verbands der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie, auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Augsburg.

Sandler präsentierte Zahlen aus der Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen. Demnach schätzen 80 Prozent die Perspektive für 2013 als besser oder unverändert ein. Als wichtiges Indiz für die Zukunftsfähigkeit bezeichnete Sandler die Investitionsbereitschaft. 77,1 Prozent der Textilunternehmen planen dieses Jahr Investitionen. Der Schwerpunkt liege mit 74,1 Prozent im Inland und erreiche den sehr guten Wert von 2011. In der Bekleidungsindustrie ist die Investitionsbereitschaft gestiegen, von 37,5 Prozent auf 58,3 Prozent, wobei 57,1 Prozent der Investitionen auf das Inland entfallen.

Die explosionsartig steigenden Stromkosten würden für energieintensive Unternehmen immer bedrohlicher, sagte Sandel. Die Branche unterstütze die Energiewende. "Wir brauchen eine Energiepolitik, die eine bezahlbare und sichere Energieversorgung gewährleistet."
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