Kriminalstatistik für Oberfranken: Rückgang in Bayreuth, Anstieg in Hof
Insgesamt weniger Straftaten

Politik
Bayreuth
03.04.2018
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Bayreuth/Hof. "Auch für das Jahr 2017 können wir in Oberfranken eine gute Sicherheitsbilanz ziehen. Die Aufklärungsquote liegt erneut über dem landesweiten Durchschnitt", sagte Polizeipräsident Alfons Schieder bei der Veröffentlichung der Kriminalstatistik 2017 des Polizeipräsidiums Oberfranken. Insgesamt sank die Zahl der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent auf 49 028. Bereinigt um die Vergehen beim Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz sind es 47 796 Straftaten und lediglich ein Rückgang um 1,5 Prozent.

Die Stadt und der Landkreis Bayreuth schneiden in der Statistik gut ab und vermelden für das Jahr 2017 einen Rückgang von 2605 Straftaten auf 8366. Davon waren 279 im Bereich des Aufenthalts- und Asylrechts. Bei der gesamten Zahl der Straftaten vermelden auch Stadt und Landkreis Hof einen Rückgang der Straftaten. 386 weniger als im Vorjahr und damit 7922 Fälle wurden 2017 registriert. Deutlich zurückgegangen sind dort die Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht (344 Straftaten). Denn ohne diese ist die gesamte Zahl der Straftaten im Vergleich zu 2016 in der Stadt und im Landkreis Hof um 99 Fälle auf 7578 angestiegen. Konkret angestiegen ist in Oberfranken dabei die Straßenkriminalität, wie Fahrzeugdiebstahl oder Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. Auch Ladendiebstahl und Wohnungseinbrüche kamen vermehrt vor. Den deutlichsten Anstieg gab es bei Sexual- und Rauschgiftdelikten. Auch die Anzahl der Rauschgifttoten stieg um zwei auf 33 an.

Bereinigt man die Straftaten von Zuwanderern um ausländerrechtliche Bestimmungen, verbleibt ein Anstieg um 36,2 Prozent auf 3455 Fälle. Dabei handelte es sich vor allem um Diebstahl (1223 Fälle) und Rohheitsdelikte (976 Fälle). Die Aufklärungsquote bei den Straftaten insgesamt sank im Vergleich zum Jahr 2017 um 3,5 Prozent auf 70,3 Prozent. Oberfranken liegt mit dieser Aufklärungsquote allerdings wieder deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66,8 Prozent.
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