Frauenbund und Pfarrgemeinderat diskutieren Thema Rente
Kein Spiel treiben

Lokales
Bechtsrieth
22.04.2013
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Die Altersarmut vermeidet, Ungerechtigkeiten beseitigt und die Renten-Finanzierung für lange Zeitabschnitte im Blick behalten: Mit diesem Thema setzten sich Frauenbund und Pfarrgemeinderat in Bechtsrieth auseinander. Anna Zitzmann, Sprecherin des Frauenbundes, betonte, dass immer häufiger Altersarmut drohe, wenn nicht gegengesteuert werde.

Referent Manfred Haberzeth, Verdi-Seniorensprecher in der Oberpfalz, zeigte die wichtigsten Grundlagen des gesetzlichen Alterssicherungssystems auf. Zurzeit werden etwa 24 Millionen Rentenzahlungen geleistet mit einem Volumen von 251 Milliarden Euro jährlich. Wer 45 Versicherungsjahre nachweist und immer den Durchschnittslohn verdient hat, kommt auf eine monatliche Rente von etwa 1263 Euro, rechnete Haberzeth vor. Das könne mit einem Monatseinkommen von 2700 Euro bei einem Stundenlohn von 16 Euro erreicht werden.

Aus dem Topf werde aber auch ein umfassender Solidarausgleich finanziert. Dazu zählten die Kindererziehungszeiten oder Witwen- und Waisenrenten. "Das bietet nur die solidarische Rentenversicherung." Es handelt sich um ein Umlagesystem, in dem die Kosten die Beitragshöhe bestimmen.
Das Finanzvolumen werde aber auch zu einem Drittel durch Steuerzuschüsse des Bundes abgedeckt. "Wer will, dass die Renten nicht weiter gesenkt und gleiche Tatbestände, Beispiel Kindererziehungszeiten, auch gleich behandelt werden, der darf mit der Rentenversicherung kein Spiel treiben", sagte der Referent und fügte an: "80 Prozent der Bevölkerung sehen das so und wollen deshalb lieber die Bildung einer Reserve statt Beitragssenkungen."

In der Diskussion wurden die Ausführungen vertieft. Pfarrgemeinderatsmitglied Marianne Scheidler wunderte sich, dass es nicht längst massiven Einsatz für sichere Renten gibt. Richard Wittmann, Diözesansekretär, forderte ein gemeinsames Vorgehen aller Verbände.
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