27.04.2017 - 19:46 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Doppelte Staatsbürgerschaft ist Bechtsriether Genossen Dorn im Auge: Anderer Meinung

Beim Thema doppelte Staatsbürgerschaft sind die Bechtsriether Genossen ganz anderer Meinung als die Parteioberen. Das sagen sie auch ihrem Abgeordneten Uli Grötsch ganz deutlich.

Alfred Wulfänger (Sechster von links) führt die SPD Bechtsrieth auch weiterhin. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

(fz) Als Unding bezeichnete Karl-Heinz Buchberger die doppelte Staatsbürgerschaft. "Jeder, der bei uns lebt, soll sich entscheiden, was er sein will", bekundete der Gemeinderat.

SPD-Chef Alfred Wulfänger pflichtete ihm bei. Nicht nur Mitglieder diskutierten das Thema. Auch wenn er als Postbote die Briefe bringe, werde er darauf angesprochen. "Wir als SPD werden nichts daran ändern", verteidigte Grötsch die Linie der Bundes-SPD, an der doppelten Staatsbürgerschaft auch in Zukunft festzuhalten. Dafür erntete er eher Kopfschütteln als Kopfnicken von den Besuchern der Jahreshauptversammlung.

Die SPD stellt im Ort vier Gemeinderäte und bringt sich stark ins gesellschaftliche Leben ein, stellte Wulfänger fest. Die Genossen organisieren den Faschingszug und Urlaubsreisen. Im September stehen fünf Tage Sardinien und im Oktober vier Tage Südtirol im Kalender. Im Herbst feiert der Ortsverein 40-jähriges Bestehen. "Wir haben 29 Mitglieder", sagte Wulfänger und begrüßte Stefanie Kopp und Florian Gleißner als neue Parteiangehörige.

Aus dem Bericht von Kassier Norbert Hopperdietzel war zu entnehmen, dass der Preisschafkopf jedes Jahr die Kasse füllt. 2000 Euro flossen als Spenden aufs Konto. Die SPD unterstützt den Crosslauf und die Paketaktion nach Bogota finanziell.

Grötsch dankte Annerose Forster für 10 Jahre, Peter Schönmann für 20 Jahre und Marianne Göbel für 30 Jahre Treue zur SPD. Der Bundestagsabgeordnete nannte es enorm, was der Ortsverein das ganze Jahr auf die Beine stelle. Er forderte die Mitglieder auf, sich am Entscheid über die neue Landesführung zu beteiligen.

Bundespolitisch meinte er, dass der "Schulz-Effekt" nicht bedeute, dass die SPD jetzt durch die Decke gehe und alle anstehenden Wahlen gewinne. "Aber wir haben mit Schulz wieder eine Orientierung. Im Wahlprogramm werde Gerechtigkeit über allem stehen.

Neuwahl

Vorsitzender Alfred Wulfänger, Vize Stefan Fichtner, Kassier Norbert Hopperdietzel, Schriftführerin Gabi Pittroff; Beisitzer sind Marianne Göbel, Klaus Wirth, Karl-Heinz Buchberger, Birgit Krug, Christian Flessa. Die Kasse prüfen Dagmar Gebhardt und Romana Wulfänger. (fz)

 

 

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