13.10.2017 - 15:34 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Bürgerinitiative Trebsau/Bechtsrieth nun eingetragener Verein Es brodelt in Trebsau

Die Anwohner in Trebsau ziehen sich auch nach der Infoversammlung zum Straßenausbau (wir berichteten) nicht aufs heimische Sofa zurück. Ganz im Gegenteil. Es brodelt weiter.

von Ernst FrischholzProfil

Trebsau. Die Bürgerinitiative Trebsau/Bechtsrieth (BI) hat sich nicht erledigt. "Wir können seit einer Woche das e.V. in unserem Namen führen. Wir haben die Bürgerinitiative auf rechtliche Beine gestellt und das heißt zugleich, dass wir uns weiter engagieren und auch in Belange der Trebsauer und auch Bechtsriether Bürger mit der Gemeinde einmischen werden", sagt Sprecherin Petra Baierl. "Wir verhandeln aber nicht mit Parolen, sondern wollen Kommunikation."

Die Info sei sachlich gewesen, urteilt die BI-Sprecherin. "Viele Worte und noch mehr Zahlen, aber für die Trebsauer blieben jede Menge Fragen offen." Von Bürgermeister Gerhard Scharl erwarte man, dass er den Keil zwischen Bechtsrieth und Trebsau herauszieht.

Die Bechtsriether werfen den Trebsauern an den Kopf, dass sie deren Kanal- und Wasserleitungsbau zahlen müssten, meint Baierl. Im Gegenzug prangerten die Trebsauer an, dass sie für die Gehwege in der Pirker Straße aufkommen müssen. In Bechtsrieth würden auf die Anwohner im Bereich West und Ost die Kosten für Gehwege und Straße nicht umgelegt. "Es brodelt", sagt Baierl.

"Die BI will die Leute nicht gegeneinander aufbringen, sondern zusammenführen." Brennpunkt sei sicherlich derzeit die Pirker Straße. "Aber das wird nicht der letzte sein." Vieles sei in der Pirker Straße beim Umbau sehr improvisiert. Das zeigte ein Notarzteinsatz unter allergrößten Schwierigkeiten. Aber auch die Schulkinder müssten nicht gerade ungefährliche Wege gehen, berichtet ein BI-Mitglied.

Vor einer Woche hatte man sich zu einer Anwohnerversammlung getroffen, zu der 40 Interessenten kamen. Hier wurden viele Dinge angesprochen wie die Engstelle am Kapellenplatz beim Anwesen Bodensteiner. Hier werden Bordsteine errichtet. Im Gegenzug sage man, dass die Fußgänger die Straße benutzen müssten. "Warum dann Bordsteine? Wir sagen seht das mal aus unserer Sicht. Man kann doch auch mal umplanen. Wir wollen einfach, dass mit uns auch in Einzelfällen gesprochen wird, wie etwa bei der Bauausführung."

Bei der Umlage der Straße haben die Leute noch viele Fragen. Das zeigte sich in der Versammlung. Vielleicht könne man zur Klärung einen unabhängigen Fachreferenten kommen lassen, meint Baierl. Doch auch außerhalb des Themas Pirker Straße sei Unmut in Trebau vorhanden. Eine Frau gab ihren Mitgliedsantrag ab weil sie in der Sitzung des Gemeinderats nicht das Gefühl gehabt habe, dass dort jemand für sie spreche.

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