Bürgerversammlung Bechtsrieth
Das Topthema der nächsten Jahre liegt in Trebsau

Vermischtes
Bechtsrieth
10.12.2016
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Die Dorferneuerung in Bechtsrieth läuft 2017 an. Topthema werden vor allem die Baustellen in Trebsau sein. Auch auf die Anwohner kommen Kosten zu. Bürgermeister Gerhard Scharl nannte erste Zahlen.

(fz) 25 Gäste kamen zur Bürgerversammlung in den Unterrichtsraum der Feuerwehr. Es stehen einige Projekte für das kommende Jahr an. Die Dorferneuerung mit der Einfahrt nach Bechtsrieth Ost und West nebst Radweganschluss. Vor alem für die Maßnahmen in Trebsau gab es konkrete Zahlen. Der Kapellenplatz wird als Dorfplatz gestaltet und nicht auf die Anlieger umgelegt. Anders sieht das bei den Baustellen in der Pirker Straße, der Brunnenstraße und im Fasanenweg aus. Begonnen wird mit dem Wasserleitungsbau in der Pirker Straße für 240 000 Euro und mit dem Kanalbau für 540 000 Euro. Dann kommt der Ausbau der Pirker Straße, die 1,2 Millionen Euro kostet. Dafür gibt es 345 000 Euro Förderung. Da es sich um eine Ortsdurchfahrt handelt, könne die Gemeinde den Anteil von 70 Prozent tragen und die Anlieger müssten nur 30 Prozent Gebühren leisten. Bei Gehweg und Beleuchtung aber liegt der Anteil der Gemeinde nur bei 45 Prozent. Dafür bedarf es auch Grundabtretungen. Wie sich in Gesprächen gezeigt hat, will nicht jeder Grund hergeben. Nicht jeder will auch einen Gehweg, aber viele sprechen sich ausdrücklich dafür aus.

Das Abrechnungsgebiet ist noch nicht festgelegt und genaue Zahlen gibt es erst nach Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse. Ein fünfstelliger Betrag für die Anlieger ist aber nicht utopisch. Hinzu kommen dann die weiteren Wasser- und Abwassersanierungen in der Brunnenstraße und dem Fasanenweg. Insgesamt, so sieht die Schätzung aus, müssen für Wasser 520 000 Euro umgelegt werden. Dies erfolgt über die Wassergebühren auf alle Anschließer im Gemeindegebiet. Für alle Kanalmaßnahmen werden 800 000 Euro zu Umlage anfallen. Diese werden auf die Anlieger Pirker-, Brunnenstraße und Fasanenweg mit 0,78 Euro für den Quadratmeter Grund und 3,14 Euro für den Quadratmeter Geschoss umgelegt. Scharl nannte hier überschlagsmäßig für ein Haus mittlerer Größe 1500 Euro. Insgesamt wird ein großer Batzen auf die Gemeinde zukommen. Derzeit sieht es so aus, dass man nach Abzug der Schulden in Höhe von 381 000 Euro von den Rücklagen bei einem Plus von 254 000 Euro liegt.

Im Jahr 2016 schlug etwa das Hochwasserschutzkonzept im Bereich Lohtrat und Lohstraße zu Buche sowie im Bereich Kriegerdenkmal für 20800 Euro. Im Bereich Fliederstraße ist ein weiterer Kanal geplant. Die Umstellung der Wasserversorgung mit dem Anschluss an die Steinwaldgruppe kostete 75 200 Euro. An Planungskosten für die Dorferneuerung hat man 15 800 Euro ausgegeben.

Scharl sprach das leidige Thema der Grüngutcontainer an. Gängige Praxis sei, dass aus den Wochenendgrundstücken oberhalb von Bechtsrieth das Grüngut hier entsorgt wird. Das sei aber nicht erlaubt. Ebenso dürften Hausbesitzer, die Eigenkompostierung angemeldet und damit Nachlass bei den Müllgebühren erhalten haben, keinen Grasschnitt anliefern. Scharl sprach vom Grünguttourismus: Viele aus umliegenden Gemeinden entsorgen bei ihrer Fahrt nach Weiden auf der Bundesstraße ihr Grüngut. Das werde die Gemeinde verstärkt prüfen. Geplant ist die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges "LF10" für die Feuerwehr.
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