Diana Walaszek und Stephan Böhm zeigen auf dem Wunderhof Parallelwelten
Malerisch, aber auch desolat

Auf einem Rundgang durch die Ausstellung ließ sich (von links) Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann von Stephan Böhm und Diana Walaszek deren Bilder erläutern. Bild: exb
Kultur
Birgland
07.05.2017
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Die aktuelle Ausstellung in der Kunstgalerie auf dem Wunderhof führt die Besucher in "Parallelwelten". Diana Walaszek und Stephan Böhm dokumentieren sie in spannenden Fotografien.

Eckertsfeld. Kommunikationsdesign ist der Oberbegriff für alle gestalterischen Berufe rund um den visuellen Auftritt von Unternehmen, Verlagen, öffentlichen Einrichtungen oder privaten Anbietern. Der gebürtige Sulzbach-Rosenberger Stephan Böhm war schon vor dem Studium viel als Pressefotograf unterwegs. Deshalb war für ihn der Abschluss in diesem Fach die logische Konsequenz.

Die in Palma de Mallorca geborene Diana Walaszek hatte schon immer ein Talent für künstlerisches Arbeiten, wollte aber Kunst auch praktisch anwenden können. Kennengelernt haben sich die beiden dann im Studium an der Hochschule Mainz, wo Stephan Böhm sein Bachelorstudium und Diana Walaszek ihr Masterstudium absolvierte.

In der Ausstellung führen sie zuerst gemeinsam in den Palmengarten in Frankfurt. Der 1871 eröffnete Bau ist mitten in der hessischen Metropole eine an sich bereits surreale Erscheinung. Aus dem Nichts ragen Glasdächer empor, die einen Blick auf exotische Pflanzen aus aller Herren Länder erlauben.

Aus der "Modewelt", einem Kooperationsprojekt von Modedesignern, Nachwuchsmodellen und Fotografinnen, stammen Fotos von Diana Walaszek. Sie schickte die Modelle dabei in eine vollkommen andere, skurrile Welt. Dafür kombinierte sie märchenhafte Kostüme mit weißen Luftballons und einer rauen Industrie-Kulisse.

Im März 2015 reiste sie nach Thailand. Während ihres Aufenthaltes bemerkte sie, wie in diesem Land zwei Welten nebeneinander existieren. Bilderbuch-Motive und schwere Arbeit bilden einen harten Kontrast.

Bei einem Besuch in Leipzig waren die Fotografen wieder gemeinsam unterwegs. Die Leipziger Feinkost war bis 1920 eine Brauerei und diente dann als Konservenfabrik. Bei deren Schließung blieb praktisch alles stehen und liegen: Maschinen, Büros und natürlich alte Konserven. Nach Jahrzehnten des Leerstands fanden sich dort Handwerker und Künstler zu einer Gemeinschaft zusammen und boten den Fotografen malerische, aber auch desolate Motive.

"Stanislav" ist die Rolle von Carsten, einem leidenschaftlichen LARPer (Live-Rollenspieler). Bei diesem Hobby schlüpfen Spieler in die Rolle einer frei erfunden Figur, kostümieren sich und spielen auf ihren Veranstaltungen ein vorher ausgedachtes Szenario. Stephan Böhm hat als Bachelorarbeit eine Website mit Reisen in diese surrealen Welten erstellt und war dafür als Fotograf live dabei. Der "Pfälzerwald", den er durch seinen Umzug nach Mainz kennengelernt hat, ist in großen Teilen naturbelassen und bieten einem Fotografen eine ehrfurchtgebietende und manchmal auch bedrohliche Kulisse.

Die Ausstellung ist jeden Sonntag während der Öffnungszeiten des Cafés auf dem Wunderhof von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Weitere Informationen:

www.wunderhof.de www.stephan.boehm.agency www.dianawalaszek.com
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