20.03.2014 - 00:00 Uhr
BirglandOberpfalz

Güllebehälter platzt im Straßengraben - Fahrer bleibt bei Unfall auf der AS 36 unverletzt Klärschlamm zu früh "entladen"

Schaden in sechsstelliger Höhe entstand am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall nahe des Birgland-Dorfs Nonnhof. Dabei lief eine größere Menge Klärschlamm ins Erdreich. Gefahren für die Umwelt bestanden dadurch nicht, wie die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg erklärte.

Auf einem abschüssigen Straßenstück verlor der 19-jährige Fahrer die Kontrolle über das Gespann. Die flüssige Ladung hatte sich offensichtlich im Güllefass aufgeschaukelt. Über die genaue Ursache herrscht noch Unklarheit. Bild: gf
von Günther Wedel Kontakt Profil

Ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen aus dem Landkreis sollte am Donnerstag Klärschlamm aus der Kläranlage in Fürnried abtransportieren. Diese Aufgabe übernahm ein 19-jähriger Mitarbeiter. Er steuerte einen Traktor, der ein 18 000 Liter fassendes Güllefass zog.

Auf der Kreisstraße AS 36 rollte der Transport in der Mittagszeit, gegen 11.50 Uhr, von Fürnried in Richtung Bachetsfeld. Dort sollte der Klärschlamm auf einer Ackerfläche ausgebracht werden. Er erreichte sein Ziel nicht.

Kurz vor der Ortschaft Nonnhof schaukelte sich auf einem abschüssigen Straßenabschnitt die flüssige Ladung aus unbekannten Gründen auf. Das Gespann geriet außer Kontrolle, kam nach links von der Fahrbahn ab und blieb erst im Straßengraben stehen. Zum Glück kam der Fahrer mit dem Schrecken davon, aber der Güllebehälter platzte beim Aufprall auf die Böschung, und der Klärschlamm ergoss sich ins Erdreich.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Gesamtschaden dieses Verkehrsunfalls auf etwa 150 000 Euro. Bergung und Abtransport des totalbeschädigten Havaristen organisierte das Lohnunternehmen selbst.
An der Einsatzstelle waren neben den Beamten der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg auch die Feuerwehren Illschwang, Fürnried und Sunzendorf im Einsatz. Vertreter des Landratsamts Amberg-Sulzbach und des Wasserwirtschaftsamts überzeugten sich von der Unbedenklichkeit des Klärschlamms.

Ein Teil davon hatte durch die in der Böschung verlegten Rohre einen Acker erreicht und wäre somit doch noch seiner ursprünglichen Bestimmung zugeflossen - allerdings an anderer Stelle. Ob er dort bleibt, hatten die Behördenvertreter und der Landwirt am Donnerstagnachmittag noch nicht definitiv entschieden.

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