10.04.2018 - 17:40 Uhr
Poppberg/BirglandOberpfalz

Birgland-Feuerwehren Poppberg und Eckeltshof vor Fusionierung Aus zwei mach eins

Längst üben sie gemeinsam, stellen sich miteinander der Leistungsprüfung. Jetzt soll eine Fusion die Zukunft der Feuerwehren Poppberg und Eckeltshof sichern. Die Verantwortlichen sind sich längst einig geworden, doch auch die Aktiven haben noch ein Wort mitzureden.

Hans Heinel und Georg Loos (von links) aus Eckeltshof sowie Helmut Schlenk und Thomas Bleisteiner (von rechts) aus Poppberg sind sich einig: Der Zusammenschluss ihrer Feuerwehren ist ein wichtiger und richtiger Schritt in die Zukunft. So sieht es auch Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann. Bild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Sulzbach-Rosenberg/Birgland. Einträchtig sitzen die Vorsitzenden und Kommandanten zweier Feuerwehren beieinander. Sie verstehen sich gut, schon seit langem. Gemeinsam und miteinander Leistungsabzeichen ablegen: Für die Aktiven in Poppberg und Eckeltshof ist dies Alltag. Jetzt sollen sie noch näher zusammenrücken. Die Vertreter von Poppberg, Vorsitzender Thomas Bleisteiner und Kommandant Helmut Schlenk, und Eckeltshof mit Georg Loos an der Spitze und Hans Heinel als Chef der Aktiven, sind sich einig: Eine Zusammenlegung ist die beste Lösung für die Zukunft.

Zumal die Zusammenarbeit beider Feuerwehren, die gerade mal drei Kilometer voneinander trennen, schon immer sehr eng sei. "Leistungsabzeichen machen wir schon immer miteinander", sagen die beiden Kommandanten. Heinel erläutert den Grund dafür: Seine Feuerwehr hätte alleine keine Gruppe zusammengebracht. Poppberg verfügt über 41 Aktive, Eckeltshof über 22. Die beiden Wehren haben mit Problemen zu kämpfen, die auch anderswo nicht unbekannt sind: Entweder arbeiten die Leute auswärts und stehen so tagsüber für Einsätze nicht zur Verfügung. Oder sie sind dort geblieben, wo sie ihre Ausbildung beziehungsweise ihr Studium absolviert haben. "Der demografische Wandel macht sich auch bei uns bemerkbar", sagt Heinel. "Es dünnt sich hier aus." Die Verantwortlichen beider Wehren erzählen, dass es den Fusionsgedanken schon in der 1980er Jahren gegeben habe. Überlegt wurde damals, ein gemeinsames Feuerwehrhaus zu bauen - in Wolfertsfeld, zwischen Poppberg und Eckeltshof. Doch damals sei auf höherer Feuerwehr-Ebene abgewunken worden. "Es hieß, der Feuerschutz sei so nicht gewährleistet", erinnert sich Schlenk.

Den jetzt geplanten Zusammenschluss unterstützt Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann. Sie freut sich, dass der Wunsch von den beiden Vereinen selbst kommt. "Wenn man Feuerwehren mit Gewalt zusammenlegt, ist das ihr Tod", ist sie überzeugt. Die Vorstände beider Feuerwehren haben Beschlüsse gefasst. Demnach sollen sich die Eckeltshofer Aktiven den Poppbergern anschließen. Wobei der Feuerwehrverein Eckeltshof weiterhin existiert. "Der muss im Ort bleiben", macht Georg Loos deutlich. Die Kommandanten beider Wehren amtieren noch bis 2024. Ihre Identität zu verlieren, müssen die Eckeltshofer nicht befürchten: Der Name ihrer Feuerwehr bleibt auf den Jacken-Aufnähern. Und ihr Gerätehaus samt Material ebenfalls.

"Dadurch ist sicher, dass es weitergeht, der Brandschutz ist gewährleistet", sagt Thomas Bleisteiner mit Blick auf die Zukunft. Sollten die Aktiven beider Wehren bei ihren Dienstversammlungen den Weg frei machen für die Fusion, dann soll richtig gefeiert werden. Ein Fass Bier will Bürgermeisterin Brigitte Bachmann privat springen lassen. Und auch für die fleischige Beilage beim Grillfest ist wohl gesorgt: "Ein Spanferkel, spendiert von der Gemeinde, müsste drin sein", sagt Bachmann.

Wenn man Feuerwehren mit Gewalt zusammenlegt, ist das ihr Tod.Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann

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