07.06.2017 - 20:00 Uhr
BirglandOberpfalz

Heimatabend der Gemeinde Birgland So macht ein Henneraug Spaß

Die Birglandhalle hat wohl selten so eine bunte Musikanten-, Sänger- und Tanzinvasion erlebt wie beim Heimatabend der Gemeinde Birgland. Das Motto "Grenzgänger" leitet sich aus der Lage im Westen des Landkreises und den guten Kontakten mit den Nachbargemeinden auch im musischen Bereich ab.

Die Birgländer Musikanten warteten mit schmissigen Melodien auf. Bilder: fm (3)
von Franz MüllerProfil

Viele aktiv Mitwirkende und Gäste füllten die große Halle, und die Begleitung mit einem anspruchsvollen Angebot durch die Birgland-Wirte schlug voll ein. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann betonte die gute Nachbarschaft der Gemeinden und ihrer Bürger. Zu ihr gesellte sich die als frühere Kreisheimatpflegerin Volksmusik bekannte Evi Strehl. "Ausgewandert" nach München, ist sie heute als Redakteurin des Bayerischen Rundfunks im Digitalsender BR-Heimat tätig.

Sie freute sich, wieder einmal "dahoim" zu sein. Durch den Abend führte sie mit ihrem gepflegten Oberpfälzer Zungenschlag. Interviews mit den jeweiligen Künstlern erheiterten die Zuhörer.

Lustige Lückenfüller

Zur richtigen Einstimmung spielten die Birgländer Musikanten unter Leitung von Matthias Fiedler mit ländlichen Volksweisen in gewohnt schmissigem Tempo auf. Sie waren auch immer wieder lustige "Lückenfüller" beim Wechsel im Programm.

Das sängerische "Grüß Gott" lieferten die "Illbirgis", ein Kinderchor um die Leiterinnen Agnes Guttenberger und Agnes Hollweck aus Illschwang. Die frischen Kinderstimmen stimmten fröhliche Weisen wie die von der "Bibi-Henna" an.

Ungewöhnlich besetzt

Die ersten "Grenzgänger" waren die Sänger der Chorvereinigung Kastl/Schwend. Wolfgang Herdegen gab den Ton an bei der "Dampfnudel". Vor der Bühne zeigte dann die Birgländer Tanzgruppe Formationstänze zu alter Volksmusik. Darauf ließ das Trio der Blechernen Sait'n eigene Couplets in der Besetzung Zither (Ingrid Gericke), Gitarre (Sepp Donhauser) und Tuba (Franz Gericke) folgen - eine ungewöhnliche, aber ansprechende Unterhaltung.

Vor dem nächsten Auftritt nahm Evi Strehl selbst das Akkordeon in die Hand, um den Saal zum Mitmachen zu animieren. Die Schritte der Annäherung von Mann und Frau waren leicht nachzusingen und mündeten, wie erwartet, in ein Happy-End. Das Duo Ludwig und Thomas vertrat die Gemeinde Lauterhofen. Die frechen Texte von "Steirisch, Bayrisch und Gschert" mit dem Hinaufschießen des Bürgermeisters oder dem "Nix Amore" bot beste Gstanzl-Unterhaltung.

Nach der Pause stellten sich die Birgländer Sängerinnen mit Instrumenalbegleitung als perfekte Könnerinnen von Liedern aus dem ländlichen Leben vor. Wohltuend still und gemütlich wurde es bei ihren selten gehörten Weisen. Sie machten für die Sänger des MGV Fürnried Platz, die unter Leitung von Silvia Götz mit den "Rauschenden Quellen" das abendliche Motto gut trafen.

Flotte Volkstänze zeigte wieder die Tanzgruppe, die mit dem "Birg-Marsch" eine Eigenkomposition von Hans Luber aufführte. Der zweite Auftritt der Blechernen Sait'n verlief deutlich lebhafter. Der Tubist verlegte sich sängerisch auf die gekonnte Nachahmung von Louis Armstrong und jammerte mit Schauspieleinlagen über das "Henneraug" und "Zahnweh". Die geforderte Zugabe von "O when the saints" ließ manchen Zuhörer mitsummen.

Prädikat "einfach Klasse"

Der Abend bekam von Evi Strehl das Prädikat "einfach Klasse". Sie erinnerte an ihre eigene Sendung auf BR-Heimat jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann verteilte zum Schluss Dank und Lob an alle Mitwirkenden und die Veranstalter. Das Versprechen, so einen Heimatabend wieder einmal aufzuführen, gilt.

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