27.10.2017 - 20:00 Uhr
BirglandOberpfalz

Poppberg hat seine Kirche MArtin Luther geweiht Einsam und stark

Mit dem 500. Jahrestag des Anschlags seiner 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche rückt auch die Person Martin Luthers in den Blickpunkt. In Poppberg steht eine Kirche, die seinen Namen trägt. Wer dort den Beicht- und Abendmahlsgottesdienst am Dienstag, 31. Oktober, mitfeiern möchte, muss genau auf die Uhr schauen.

Bewusst entschied sich die evangelische Gemeinde im Birgland für Martin Luther als Namenspatron der 1950 geweihten Kirche in Poppberg. Bild: oy
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Poppberg. Angelehnt an das Reformationsjahr 1517, ruft Pfarrer Andreas Utzat die Gläubigen um 15.17 Uhr in die Martin-Luther-Kirche. Im Anschluss gibt es Kaffee, Lutherplätzchen und -kuchen im Feuerwehrhaus.

Poppberg war übrigens der Ort des ersten Neubaus einer Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern. Am 8. Juni 1949 schrieb der damalige Pfarrer Hanow an Kreisdekan Oberkirchenrat Burkert in Bayreuth: "Wir schlagen für das neu zu errichtende Gotteshaus den Namen Martin-Luther-Kapelle vor. Sie wird in dem höchstgelegenen Ort des Jura stehen und weit in das Land sichtbar sein, als eine kleine feste Burg und als ein Wahrzeichen der Evangelischen Lutherischen Kirche."

"Nach Süden, Osten und Westen hin wird unsere Kapelle das letzte evangelische Gotteshaus auf riesige Entfernungen hin sein. So glauben wir, dass gerade unser Gotteshaus, das einsam und stark stehen wird wie unser Reformator in Worms, seinen Namen verdient. In den Grundstein unter dem Altar wollen wir Bibel, Katechismus und Gesangbuch einmauern."

Trotz dieser Argumente ließ sich der Kreisdekan wegen Terminüberschneidungen zur Grundsteinlegung entschuldigen. Schriftlich übermittelte er seinen Wunsch für das Projekt: "Möchte das Kirchlein, das sich, so Gott will, möglichst bald über dem Grundstein erheben wird, ein in die Lande hinein weithin sichtbares Zeichen sein, dass 'Gottes Wort und Luthers Lehr vergehen nun und nimmermehr"".

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