04.09.2014 - 00:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Gemeinderat billigt Antrag der Kirchenstiftung - Ab 1. November Asylbewerber in Bodenwöhr "Grünes Licht" für neues Pfarrhaus

Der Abriss des alten Pfarrhofes ging zügig über die Bühne. Nun wird auf dem Grundstück das neue Gebäude errichtet. Bild: Schieder
von Autor MYProfil

Das neue Pfarrhaus kann aus Sicht der Kommune gebaut werden. Der Gemeinderat stimmte bei seiner Sitzung am Mittwochabend einem entsprechenden Antrag das katholischen Kirchenstiftung zu. Zur Sprache kam auch die Unterbringung von bis zu 16 Asylbewerbern in einem Privathaus an der Klause ab dem 1. November. Die sechste Änderung der Bebauungsplanes "Klause-Ludwigsheide" wurde durchgewunken. Die Errichtung eines Toskana-Hauses tangiert den Geltungsbereich und die bauliche Nutzung nicht. Es gingen auch keine Stellungnahmen zu dem Vorhaben ein.

Über die Kolpingstraße

Beim Neubau des Pfarrhauses steht nun die Billigung durch das Landratsamt aus. Der Gemeinderat gab für die Pläne der Kirchenstiftung "grünes Licht". Nach Abriss des alten Gebäudes entsteht der neue Pfarrhof an gleicher Stelle neben dem Rathaus. Kopfzerbrechen bereitete die Baustellenzufahrt. Sie soll nun über die Kolpingstraße erfolgen, wobei der Parkplatz hinter dem Rathaus "tabu" bleibt. Nicht anfreunden konnten sich die Gremiumsmitglieder mit dem Antrag einer Medienfirma aus Biberach auf Errichtung einer Anlage für wechselnde Fremdwerbung im Industriegelände neben der Staatsstraße 2398. Grundsätzliche Erwägungen und verkehrsrechtliche Aspekte führten letztlich zur Ablehnung. Unter "Informationen" berichtete zweiter Bürgermeister Albert Krieger, der für den urlaubsbedingt verhinderten Rathaus-Chef Richard Stabl die Sitzung leitete, zunächst über die Sanierungsfortschritt bei der Koloman-Kapelle in Warmersdorf. Die Maßnahme liege im Zeitplan. Ein Abschluss bis zum Patroziniumsfest sei realistisch.

Details bleiben offen

Die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist nun auch Thema in der Gemeinde am Hammersee. In einem Anwesen an der Klause hat der Landkreis ein privates Wohnhaus mit Anbau gemietet, in dem bis zu 16 Menschen untergebracht werden sollen. Details über Anzahl und Herkunftsland konnte Albert Krieger nicht nennen. Auch der genaue Zeitpunkt für den Einzug bleibe offen.

Bis 1. November soll das Anwesen für die Maßnahme hergerichtet sein. Am Abend zuvor hatte Krieger bei einer Veranstaltung im Bürgersaal über die Aufnahme informiert. Er appellierte, den Hilfesuchenden offen und ohne Vorurteile zu begegnen.

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