21.08.2014 - 00:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Lehrpfad in der Postlohe wieder instand gesetzt - Dankeschön an Ex-Förster Klaus Deutschländer Im Wald mehr sehen als nur Bäume

Dass der Wald neben Ruhe noch Einiges mehr zu bieten hat, beweist der Waldlehrpfad Postlohe. Auf zahlreichen Tafeln ist Informatives rund um Flora und Fauna bildhaft dargestellt. 1970 vom Forstamt Bodenwöhr als Rundweg auf einer Länge von 1,3 Kilometern errichtet und sukzessive mit den Tafeln versehen, war er etwas in die Jahre gekommen.

Auch im Ruhestand engagiert sich der ehemalige Förster Klaus Deutschländer für den Waldlehrpfad Postlohe. Als Zeichen des Dankes erhielt er dafür eine originelle Sitzgelegenheit seine Frau Christa einen Schirm. Mit ihnen freuten sich (von links) Forstdirektor Hubert Meier ( Forstbetrieb Roding), Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht (AELF), Teamleiter Reinhard Hahn und Revierleiter Norbert Trautner. Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Der Zahn der Zeit hat teils kräftig an der Ausstattung genagt. Forstdirektor Hubert Brendel, der damalige Leiter des Forstamts Bodenwöhr, hatte diesen Weg initiiert. Als "treibende Kraft" fungierte der damalige Revierförster der "Postlohe", Klaus Deutschländer, der den Lehrpfad maßgeblich gestaltet habe , erinnerte Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht, Betriebsleiter Forsten vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf. Deutschländer sei es gewesen, der den Lehrpfad mit weiteren Stationen ausgestattet und bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 betreut hatte.

"Seine individuell gestalteten, handgeschnitzten Tafeln und Wegweiser machten und machen diesen Lehrpfad zu einem ganz besonderen", betonte Wicht im Beisein von Klaus Deutschländer und dessen Frau Christa, sowie der Geschäftsführerin des Vereins Vorderer Bayerischer Wald, Susanne Deutschländer. Mit einer kleinen Feier wurde die Sanierung abgeschlossen, dabei waren der Leiter des Forstbetriebs Roding, Hubert Meier, Forstreferendarin Regina Gangkofner, Revierleiter Norbert Trautner und nicht zuletzt Reinhard Hahn, Teamleiter vom Forstbetrieb Roding, der die Sanierung des Waldlehrpfades formell abgewickelt hat. Seitens der Gemeinde waren Bürgermeister Richard Stabl und Sandra Löhnert vom Tourismusbüro vertreten. Wicht betonte, dass die Bayerischen Staatsforsten die Sanierung mit einem Gesamtaufwand von rund 18 000 Euro betrieben haben. Der gesamte Lehrpfad sei neu beschildert, beschädigte Einrichtungen instandgesetzt oder durch neue ersetzt worden. Die Zuwendungen des Freistaates beliefen sich auf 13 000 Euro. Forstdirektor Hubert Meier verband mit der Aufwertung des Waldlehrpfades die Hoffnung auf einen steigenden Besuch, besonders durch Schulklassen. Er dankte auch der Gemeinde für die Unterstützung.

Bürgermeister Richard Stabl sagte, die Renaissance des Pfades sei nicht unbedeutend für den Tourismus. Für Erholungssuchende sei er ein wichtiger Baustein. Beim Rundgang wies Klaus Deutschländer auf die Besonderheiten hin. Auch die Entwicklung der Landschaft über Jahrtausende hinweg wird vermittelt. Am Ausgangspunkt, am Parkplatz des Waldlehrpfades, wartete auf Klaus Deutschländer ein Geschenk als Zeichen der Anerkennung und des Dankes: Ein klappbarer Ruhesitz aus Holz, überreicht von Forstdirektor Hubert Meier. Für Gattin Christa Deutschländer gab's einen Regenschirm.

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