Pfarrer Johann Trescher startet Versuch zur Wiedergründung - Lange Tradition in der Pfarrei
Wenig Interesse an der KAB

Lokales
Bodenwöhr
02.05.2013
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Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) soll in der Pfarrei wieder aktiviert werden. Dazu war am Donnerstagabend ein Treffen im Pfarrheim angesetzt. Das Interesse hielt sich in Grenzen. Diözesanpräses Pfarrer Thomas Schmid und Bezirkssekretärin Christa Mösbauer waren gekommen, um "Ziele und Aufgaben der KAB" vorzustellen.

Pfarrer Johann Trescher führte an, dass in seiner früheren Pfarrei eine aktive KAB herangewachsen sei. Dadurch ist im die KAB auch sehr ans Herz gewachsen. Diözeanpräses Thomas Schmid präsentierte dann eingehend die KAB und bezeichnete sie als tragende Säule einer Pfarrei.

In die Praxis

Sie setze die theoretische Liturgie in der Praxis um. Eine Umfrage, so Schmid, habe ergeben, dass Gläubigen großen Wert auf Institutionen wie die Caritas legen. Bei der KAB steht der Mensch im Mittelpunkt, man wolle Werte vermitteln.

Bezirkssekretärin Christa Mösbauer bat, die KAB vor Ort nicht aufzugeben. Sie unterstütze jederzeit weitere Versuche, die KAB Bodenwöhr wieder zu beleben. Es wurde angeregt, gezielt Personen anzusprechen und so einen gewissen Grundstock zu erhalten, auf dem weiter aufgebaut werden kann. In Bodenwöhr hat die KAB eine lange, fast 120-jährige Tradition. Bereits 1896 wurde sie als Katholischer Arbeiterverein von Expositus Georg Hiegl gegründet.

Nach der Nazi-Diktatur wurde im Februar 1948 die Organisation als Werkvolk wieder gegründet. Man zählte 52 Männer und 12 Frauen als Mitglieder. Die Mitglieder wurden dann immer weniger, 1979 waren es man noch 17. Mit einer Werbeaktion konnte dann 35 neue geworben werden. Der Vorstand unter Max Lohr und Rita Gramann bot ein vielfältiges Programm an. Im Juni 1996 feierte man das 100-jährige Gründungsfest.

An Bruck angeschlossen

Da heute ein gewisses Desinteresse an der KAB bestehe, habe man sich 2005 entschlossen, sich der KAB Bruck anzuschließen. Pfarrer Trescher meinte, dass eine junge KAB das Pfarrleben bereichern würde. Doch vielleicht sei es derzeit noch zu früh, einen Neuanfang zu beginnen.
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