Bauausschuss Nittenau
Anleinpflicht und Bauanträge

Politik
Bodenwöhr
05.07.2017
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Ein freilaufender Hund, der einen Storch attackiert und übel zurichtet. Die Verlegung der Bushaltestelle in Asang. Und jede Menge Bauanträge. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses hatten ganz schön viel zu diskutieren. Nicht überall waren sie sich einig.

Nittenau. Zunächst ging es um einen Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Gemarkung Bergham. Das bestehende Haus soll abgerissen und durch den Neubau ersetzt werden. Geschlossen stimmte das Gremium für dieses Ansinnen. Ebenso hatte es nichts einzuwenden bei einem Bauantrag, bei dem es ebenfalls um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Gemarkung Bergham ging. Weitere Bauwerber können ebenfalls in der Gemarkung ihr Haus und ihre Doppelgarage hinstellen.

Auch der Umbau eines Küchenstudios in Wohnungen und eine Praxis waren Thema. Die Verwaltung würde eine Nutzungs-Aufnahme der zurzeit minder genutzten Immobilie begrüßen, hieß es im Vorlagebericht. Auch die Räte stimmten zu. Mit einem Stimmverhältnis von zehn zu eins ging der Bauantrag der Firma Dankerl aus Cham zur Geländeauffüllung der Gemarkung Neuhaus durch. Geplant ist die Auffüllung einer Fläche von etwa 10 300 Quadratmeter mit einem Volumen von rund 12 550 Kubikmeter. Das Grundstück, im südöstlichen Außenbereich des Ortsteils Neuhaus gelegen, zeigt sich derzeit als sehr wellig, mit den Auffüllungen soll es ein begradigtes Profil erhalten.

Haltestelle verlegt

Nichts einzuwenden hatten die Räte gegen den Anbau an das bestehende Wohnhaus in Bergham. Dagegen gab es Kontroversen beim Bauantrag zum Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Garage in Nittenau - auf einem Areal, das als Mischgebiet ausgewiesen ist. Mehrfach sei das Vorhaben im Ausschuss als Voranfrage behandelt worden, wobei das Einvernehmen nicht erteilt worden ist. Mittlerweile sei die Voranfrage jedoch bauaufsichtlich genehmigt worden, wobei das Einvernehmen durch das Landratsamt ersetzt worden ist. Erneut wurde der entsprechende Bauantrag vorgelegt, mit dem Unterschied, dass nunmehr die Unterschrift des neuen Eigentümers des westlichen Grundstücks vorliegt, wo das Gebäude angebaut werden soll. Mit acht zu drei Stimmen wurde der Antrag schließlich abgelehnt.

Bereits im Mai hatte sich das Gremium mit dem Antrag auf Verlegung der Bushaltestelle in Asang befasst. Damals kam man überein, mit dem Busunternehmer noch einmal zu sprechen. Begründet wurde das Anliegen damit, dass derzeit acht von zehn Kindern im südlichen Bereich von Asang wohnen und den weiten und gefährlichen Weg zur derzeitigen Bushaltestelle im nördlichen Bereich gehen müssen. Der Linienbetreiber lehnte eine weitere Haltestelle ab. Einstimmig beschloss das Gremium deshalb, dem Wunsch meisten Eltern nachzukommen und die Haltestelle an den südlichen Ortsrand des Ortsteils zu verlegen.

Der Ausschuss befasste sich außerdem mit der Einleitung des Abstufungs-Verfahrens des öffentlichen Weges "Halmtruhenweg III". Der Naturpark Vorderer Bayerischer Wald baut seine Wanderwege sukzessive aus. In Angriff genommen wurde der sogenannte "Wanderweg 1". Der Lückenschluss verläuft zum Teil auf dem bisherigen öffentlichen Feld- und Waldweg "Halmtruhenweg III" und weiterer Grundstücke, die noch nicht gewidmet sind. Einstimmig beschloss das Gremium, die Abstufung auf einen beschränkt-öffentlichen Weg (Nutzung nur für Fußgänger). Die beiden anderen Teilstrecken sind in der nächsten Stadtratssitzung als beschränkt öffentliche Wege zu widmen. Der neue Wanderweg heißt "Bunter Weg".

Bürgermeister Karl Bley thematisierte die Attacke auf einen Storch durch einen freilaufenden Hund. Er bat die Fraktionen, eine Anleinpflicht für das gesamte Stadtgebiet anzudenken. Willi Sturm (CSU) sagte, dass die Stadt in der Pflicht sei und ein Zeichen setzen soll. Heinrich Hofstetter (Freie Wähler) berichtete von ähnlichen Problemen im Fischbacher Weihergebiet, die vor allem von Ortsfremden verursacht würden. Albert Meierhofer (CSU) fragte, ob der Halter des Hundes, der den Storch so übel zugerichtet hatte, bekannt sei. Bley verneinte.

Unkraut beim Kreisel

Johann Frimberger (SPD) monierte, dass die Wassertemperaturen im Nichtschwimmer- und Planschbecken zu niedrig seien. Bley erklärte, dass ein technischer Defekt die Ursache dafür gewesen sei, der wieder behoben wurde. Reinhold Hochmuth (CSU) ärgerte sich über immer mehr Unkraut beim Bleicher Kreisels und dass die neuen Bäume in der Regentalstraße verdorren. Bley erklärte, dass man das Straßenbauamt bitten wolle, den Kreisel öfter zu mulchen.

Willi Sturm erkundigte sich, inwieweit Stefling und Weißenhof am schnellen Internet angeschlossen seien. Bley sagte dazu, dass in Stefling ein Kabelverzweiger installiert werde, der das Signal verstärke. Weißenhof sei derzeit noch außen vor, aber man habe sich bei einem weiteren Förderprogramm beworben, um auch die letzten weißen Flecken zu beseitigen.
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