Neujahrsempfang der SPD Nittenau
Schieder spricht über Sondierung

Zahlreiche Mitglieder der SPD Nittenau wurden geehrt. MdB Marianne Schieder (vorne, Zweite von links) und MdB Kerstin Tack (vorne rechts) gratulierten ebenso wie Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl (links) und Landtagskandidat Peter Wein (Zweiter von links).
Politik
Bodenwöhr
14.01.2018
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"Da wampert Zodert" und "da blattert Boadat" gestalteten den Neujahrsempfang musikalisch mit. Bilder: sir (2)

Zum Neujahrsempfang der SPD Nittenau kommen umliegende Ortsgruppen sowie die Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Kerstin Tack. Es geht natürlich um die große Politik in Berlin und eine mögliche Große Koalition. Aber auch um etliche regionale Themen.

Nittenau. "Wir haben immer noch keine Bundesregierung, schauen wir mal, wo die Wege hinführen", resümierte Vorsitzender Michael Jäger. Von Merkel habe man nur sehr wenig wahrgenommen, im Frühjahr gibt Seehofer sein Amt ab, worauf Söder folgen werde. "Vielleicht springt etwas für die SPD heraus. Wichtig ist, dass wir die AfD flach halten", betonte Jäger. Peter Wein, Landtagskandidat aus Burglengenfeld, meinte, das Jahr 2017 habe mehr Fragen als Antworten gebracht. "Wir leben in Zeiten großer Veränderungen." Mit Blick auf die USA, auf Großbritannien und Katalonien sagte er, dass die EU gewaltig wanke, obwohl sie als Projekt des Friedens und der Hoffnung vor 17 Jahren gegründet worden war.

"Wir sollten mutiger sein", sagte Wein in Bezug auf die Werte wie Freiheit und Solidarität. Die Demokratie brauche junge und ältere Menschen. In der Demokratie laufe zwar nicht alles super, die Entscheidungsfindung sei schwieriger. Sie verlange von den mündigen Bürgern ein Handeln und Mitdenken. Wein freut sich außerdem auf "zwei große Jubiläen": 100 Jahre Frauenwahlrecht und 100 Jahre Freistaat Bayern. Beides habe die SPD entscheidend mitgestaltet. Explizit ging er auf die Themen Bildung, Sicherheit, Wohnen und Barrierefreiheit ein. Der ländliche Raum müsse gestärkt werden, die Politik dafür sorgen, dass es gerecht zugeht.

Armin Schärtl, Bürgermeister aus Nabburg, betonte, dass die Sozialdemokratie notwendiger denn je sei. Er kandidiere für den Bezirkstag und bat daher um Unterstützung. Stadtrat und dritter Bürgermeister von Nittenau, Jürgen Kuprat, berichtete aus seiner Sicht über die Entwicklung der Stadt Nittenau und ihrer 83 Ortsteile. Beim Ausblick auf die Zukunft bezeichnete er den Neubau der großen Regenbrücke als größtes Sorgenkind. Hochwasserschutz, Gestaltung der Angerinsel und der Straßenbau seien weitere Ziele der Stadt.

Für ihre langjährige Treue zur SPD wurden einige Mitglieder geehrt - für 25 Jahre Dieter Schmidbauer, für 40 Jahre Edmund Wiendl, Hannelore Hölderl und die 92-jährige Else Windorfer. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft bringt es Heinz Humbs. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Franziska Meißel, Friedrich Goldammer, Werner Götzer, Bruno Wagner und Karl-Heinz Winkler. Marianne Schieder und Kerstin Tack traten anschließend ans Rednerpult, um von den Sondierungsgesprächen zu berichten.

Große Errungenschaften seien im Bereich der Renten und im Straßenverkehr erzielt worden. Bei der Bürgerversicherung sei "mit der Union nichts zu machen" gewesen, sagte Schieder. Kerstin Tack sprach vom Zusammenhalt der Gesellschaft, die gleiche Teilhabechancen haben soll. Speziell ging sie auf ihr Fachgebiet "Pflege" ein, bei der es gelte, Missstände zu beseitigen. Auch sie bedauerte, dass es mit der Bürgerversicherung nichts geworden sei. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen am Leben teilhaben können. Und auch bei der Barrierefreiheit müsse es vorangehen.
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