13.10.2017 - 20:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

90. Geburtstag von Johann Hien Krieg durchkreuzte Theologie-Pläne

Nittenau. Johann Hien feierte seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar kam in Thann zur Welt. Nach der Schule besuchte er drei Jahre lang das Don-Bosco-Gymnasium in Regensburg. Fürst Johannes von Thurn und Taxis war der gleiche Jahrgang, dieser prominente Schüler ging aber in eine andere Klasse. Eigentlich wollte Johann Hien Theologie studieren und Pfarrer werden. Doch leider durchkreuzte der Krieg diese Pläne. Denn der Vater kehrte vom Krieg nicht mehr zurück und so übernahm er die elterliche Mühle in Thann, die er zunächst gemeinsam mit der Mutter und der Schwester, später mit dem inzwischen aus dem Krieg heimkehrenden Bruder betrieb.

Zahlreiche Vereinsvertreter und Bürgermeister Karl Bley (vorne, links) gratulierten Johann Hien (vorne, Zweiter von rechts). Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Beide Brüder waren Mühlenmeister. In den 1950er Jahren wurde der Mühlenbetrieb aufgegeben. Anschließend war Johann Hien bis 1990 im Vollerwerb mit 18 Kühen tätig. 1955 trat er mit Anna Fuchs aus Neuhaus vor den Traualtar. Ein Sohn und zwei Töchter entstammen dieser Ehe, vier Enkel kamen dazu. Der überaus agile und rüstige Senior hält sich mit dem Holzmachen fit. Hinzu kommt die Pflege des Hofes und des Gartens. Mitglied ist Johann Hien bei der Kolpingfamilie Nittenau seit 1947. Früher wirkte er in deren Theatergruppe mit. Auch im Fasching war er aktiv. Seit 1949 gehört er der Feuerwehr Nittenau an. Langjähriges Mitglied ist er bei der Stadtkapelle, beim Kleintierzuchtverein (KZV) und beim GOV. In der ehemaligen Gemeinde Bleich fungierte Johann Hien als zweiter Bürgermeister. Da der erste krankheitsbedingt ausfiel, übernahm er dessen Aufgaben. Nach der Gebietsreform war er noch einige Jahre im Stadtrat von Nittenau vertreten.

Sein Sohn Hans dankte dem Vater für all das, was er geleistet und für die Familie getan hat und würdigte den Zusammenhalt in der Familie, die keine Wohngemeinschaft im herkömmlichen Sinn sei. Das Wichtigste im Leben des Jubilars sei seine Frau. Auch ihr galt der Dank des Sohnes, im Kreise der weiteren Angehörigen und zahlreicher Vereinsvertreter, die im Gasthaus Fuchs in Neuhaus zusammengekommen waren. Für die Stadt Nittenau gratulierte Bürgermeister Karl Bley und Seniorenbeirat Eduard Kochherr. Vonseiten der Vereine waren Abordnungen der Feuerwehr Nittenau, des KZV und der Kolpingfamilie gekommen.

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