29.03.2017 - 08:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Benefizveranstaltung zugunsten der Bürgerhilfe Bodenwöhr Märchen für einen guten Zweck

Manche Menschen scheinen das Glück gepachtet zu haben, während andere das Pech wie ein Magnet anziehen. Glückskinder und Pechvögel - viele Geschichten ranken sich um diese Gegensätze.

Heidi Pongratz verzauberte ihr Publikum mit Märchen.
von Ingrid SchiederProfil

(sir) "Sind Sie ein Glückskind oder ein Pechvogel?" Das Zögern der Zuhörer auf diese Frage während eines Märchenabend im Pfarrheim ließ darauf schließen, dass die Antwort gar nicht so einfach ist, wie man meinen könnte. Der Verein "Bürgerhilfe Bodenwöhr" hatte zu seiner zweiten Benefizveranstaltung eingeladen und knüpfte an den Erfolg aus dem Vorjahr an. Albert Krieger, Vorsitzender der Bürgerhilfe und zweiter Bürgermeister, freute die gute Resonanz. Märchenerzählerin Heidi Pongratz hatte eine Wohlfühlatmosphäre im Saal geschaffen. "Herz an Herz" lautete das Leitthema des Abends. Die Gruppe "Vielsaitig" unter der Leitung von Eva Blommer untermalte die Erzählungen mit passenden Melodien. "Glück ist eine Frage des Blickwinkels", sagte Pongratz. Eigene Erfahrungen und Betrachtungsweisen seien ausschlaggebend bei der Frage, ob er sich zu den Glückskindern oder zu den Pechvögeln zählt. Pongratz gelang es mit klaren Worten und Gesten und ihrer schönen, betonten Stimme das Publikum zu begeistern.

Nachdenklich und heiter

Es schien so, als ob die Zuhörer in sich selber versinken und die Darstellungen zur Selbstreflektion nutzten. Sie brachen zu einer Reise in eine andere Welt auf, die man in der Realität des Erwachsenenalltags längst verlassen hat. Eines der Märchen hieß "Der reiche und der arme Bruder". Dem armen Bruder gelang es darin, die Not loszuwerden, indem er sie in einem Gefäß vergraben hatte. Der reiche Bruder neidete ihm sein Glück und fand schließlich die Not.

Bei der Erzählung von "Katharina und das Schicksal" erlebte das Publikum, dass niemand vor seinem Schicksal fliehen kann, am Ende sich aber doch alles zum Guten wendet. "Es ist eben eine Frage des Blickwinkels", betonte Heidi Pongratz. So war einem Bauern in China ein Pferd weggelaufen. Es kam zurück und brachte zehn Wildpferde mit. Der Sohn des Bauern wollte ausgerechnet das wildeste reiten und fiel prompt hinunter, wobei er sich ein Bein brach. Durch diesen Unfall musste er nicht in den Krieg ziehen.

Der Abend stimmte nachdenklich und heiter, je nach geschilderten Begebenheiten. Alle Künstler traten unentgeltlich auf. Der Eintritt war frei. Spenden verwendet die Bürgerhilfe zweckgebunden für ihre Arbeit zum Wohle der Mitmenschen, die Hilfe benötigen. Langanhaltender Applaus erfreute Heidi Pongratz und die Gruppe "Vielsaitig".

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