28.02.2018 - 20:00 Uhr
Bodenwöhr

Deutsch-polnischer Begegnungsabend mit Schülern, Buchautor und Vertretern aus dem Landkreis Gräueltaten in Erinnerung gerufen

Schwandorf/Nittenau. 15 Schüler aus dem polnischen Proszowice kamen nach Nittenau, um sich mit einem Ereignis auseinanderzusetzen, das Deutsche und Polen gleichermaßen berührt. Mehr als 70 Jahre sind die Gräueltaten der Nationalsozialisten her. Barbara Dudkowski, als Trainerin und Coach für interkulturelle Kommunikation tätig, hatte einen Begegnungsabend organisiert.

15 Schüler aus Polen kamen mit ihren Lehrern nach Nittenau. Beim deutsch-polnischen Begegnungsabend wurde Verständnis füreinander geweckt. Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Am Tag vorher gedachten die polnischen Gäste zusammen mit ihren Gastfamilien des polnischen Zwangsarbeiters Zygmunt Marzec. An der Stelle, wo er den Tod durch Erhängen fand, ohne Prozess und Gerichtsurteil, wurde ein Gedenkstein errichtet. Blumen wurden niedergelegt und Kerzen angezündet. Im Pfarrheim Eustachius Kugler begrüßte Barbara Dudkowski die Schüler aus Polen, Rektorin Dorota Krol, Pfarrer Adolf Schöls, Bürgermeister Karl Bley, Stadträte, Petra Weindl, Rektorin am Regentalgymnasium, Lehrkräfte, Gasteltern, und stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl. Auch Buchautor Thomas Muggenthaler war dabei, der über die Verbrechen damals, es waren 22 ähnlich gelagerte Verbrechen wie in Bodenstein, ein Buch geschrieben hat. Bley dankte den polnischen Schülern und ihren Lehrern für das Einbeziehen des Themas im Unterricht. Die polnische Delegation hatte Flossenbürg und das Dokumentationszentrum Nürnberg besucht und erlebt, wie in Deutschland diese Historie aufgearbeitet werde. "Es ist wichtig, dass die junge Generation Verständnis dafür bekommt, wie in Deutschland damit umgegangen wird", sagte Bley. Thomas Muggenthaler sagte, seit dem Herausbringen seines Buches gebe es Gedenkstätten, wie hier in Bodenstein in der Nähe des Tatortes. Erinnerungsarbeit sei sehr wichtig. "Um den Austausch geht es", betonte Franz Probst, einer der Initiatoren zur Schaffung des Gedenksteins. Auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl ging auf die Historie ein und betonte ebenfalls, wie wichtig die Begegnung sei.

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