Effektives Arbeiten im Haushalt

Die hauswirtschaftliche Beraterin Barbara Schmidmeier (links) referierte über Zeitmanagement im Haushalt. Die Bezirksvorsitzende des Frauenbunds, Rosemarie Braun, dankte ihr mit einem Blumenpräsent. Bild: sir
Vermischtes
Bodenwöhr
21.02.2018
36
0

Zeitmanagement ist nicht nur ein Thema in Unternehmen, sondern auch im privaten Umfeld. Denn es ist klar: Das bisschen Haushalt erledigt sich nicht so gut wie von selbst.

Nittenau. Clever und effektiver haushalten: Das Thema interessierte, und so waren zahlreiche Frauen im Pfarrheim Eustachius-Kugler in Nittenau erschienen. Die Frauenbund-Bezirksleiterin Rosemarie Braun stellte die Referentin Barbara Schmidmeier vor. Die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, für den Verbraucherservice Bayern tätig, zeigte die Prinzipien für erfolgreiches Arbeiten auf: Ganz oben stehen dabei das Auswählen von wichtigen, schönen und unwichtigen Aufgaben. Patentrezepte gebe es nicht, schickte sie voraus, die Umsetzung der Arbeiten sei individuell.

Zu bedenken gab die Sprecherin auch, dass die Hausfrau auch eine Vorbildfunktion für die Kinder habe. Die Hausfrau sei Managerin. Die Zeit, die ihr bleibe, solle sie nutzen, um sich zu entspannen - und nicht, um noch mehr zu arbeiten. Entscheidende Lebensveränderungen spielen immer in der Haushaltsführung herein: Etwa die Geburt eines Kindes, die Aufnahme einer Arbeit oder die Pflege eines Angehörigen. Ansprüche, die man an sich selber habe, können zu selbstgelegten Fallen werden, so die Fachfrau.

Speziell ging sie auf die "Verzettelungs-Falle" ein. Alles gleichzeitig erledigen zu wollen, gelinge nicht. Besser sei es, sich Prioritäten und ein Zeitlimit zu setzen. Auch die "Perfektions-Falle" und die "Alles-selber-mach-Falle" schlagen gelegentlich zu. Auch hier gelte es, Prioritäten zu setzen. "Es muss nicht perfekt sein", riet Schmidmeier den Frauen. Arbeiten sollten auch delegiert werden. Stattdessen könne man die gewonnene Zeit mit Menschen verbringen, die einem wichtig seien.

Es gelte Zeitfallen aufzudecken, sich die Frage zu stellen, ob der Aufwand den Erfolg wert sei. Delegieren oder ersatzlos streichen könne die Lösung sein. Freier Raum sei wichtig für die Psyche. Entrümpeln und Ordnung schaffen und auch zu halten, bringe Erleichterung. Stauräume schaffen, Ordnungssysteme einzuführen, Kinder frühzeitig ans Aufräumen gewöhnen, Kinderzimmer nach den Kriterien der Kinder aufräumen: Das erleichtere die Arbeit.

Und Planung sei das halbe Ergebnis: Am besten plane man den Tag bereits am Vorabend, setze Prioritäten mit Pufferzonen. Schmidmeier riet auch, einen Arbeitsplan zu erstellen, besonders auch für Anlässe wie Geburtstage und andere Familienfeste. Nicht alles müsse im Alleingang erledigt werden. Die Referentin sagte, dass auch der Partner und die Kinder Aufgaben übernehmen sollen. Und auch Hilfe durch Dritte, wie etwa durch eine Haushaltshilfe, Babysitter, Tagesmutter oder ein Au-pair könne in Anspruch genommen werden. Die Sprecherin unterschied zwischen positivem und negativem Stress. Bei positivem Stress handle es sich um eine vorübergehende Anspannung, die herausfordernd, aber nicht seelisch belastend sei. Negativer Stress bedeute, dass das Gleichgewicht zwischen Arbeitszeit und Entspannung nicht mehr gegeben sei. Das sei zu vermeiden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.