07.12.2017 - 20:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Hegegemeinschaft erfüllt Abschussplan "Weiter am Ball bleiben"

Die Jäger haben die Abschusspläne erfüllt. Das berichtet Herbert Krauthann bei der Hauptversammlung der Hegegemeinschaft Neunburg West. Er bleibt weiter deren Vorsitzender.

von Adolf MandlProfil

Taxöldern/Neunburg. Zur Jahresversammlung der Hegegemeinschaft Neunburg West im Gasthaus Hartl in Taxöldern konnte der Hegegemeinschaftsleiter Herbert Krauthann am Freitagabend besonders Forstdirektor Alwin Kleber begrüßen. Der Beauftragte der unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Schwandorf, Christoph Mühlbauer, sowie der Kreisvorsitzenden Franz Sedlmeier nahmen ebenfalls teil.

Krauthann informierte, dass die Hegegemeinschaft die fünftgrößte von 16 im Landkreis sei. Der neue Referent der unteren Jagdbehörde am Landratsamt Schwandorf, Christoph Mühlbauer, stellte sich vor. Er informierte, dass man neue Verfahren der Meldungen anbiete. Die Jäger sollten nicht gegängelt werden, sondern unterstützt. Ein entsprechender Server sei am Landratsamt eingerichtet. Forstdirektor Kleber informierte über den Abschussplan. Das Verbiss-Gutachten zeige, dass die Verbiss-Zahlen ziemlich niedrig und gegenüber früher gesunken seien. Sie lägen deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Die Jagd müsse aber trotzdem "am Ball bleiben", deshalb würden die Förster in den nächsten Monaten gemeinsam mit den Jägern den Bestand neu erheben. Er sprach auch das Problem mit den Wildschweinen an und wünschte für die Zukunft "Waidmanns-Heil".

Krauthann stellte in seinem Bericht über die jagdliche Entwicklung in der Hegegemeinschaft und im Landkreis Schwandorf fest, dass Abschuss-Soll voll erfüllt worden sei. Der Anteil des "Fallwilds" liege etwas hoch, hier sei der Prozentsatz der im Straßenverkehr getöteten Tiere enorm. Man sei mit dem Rehwild-Bestand zufrieden, er sei gesund. Auch der Anteil an Rotwild sei gestiegen, dagegen habe die Schwarzwild-Strecke abgenommen, auch bayernweit. Der Bestand an Niederwild sinke, dagegen hätten Füchse und Dachse zugenommen. Es wurden auch viele Graureiher und Kormorane erlegt. Probleme gebe es weiter mit dem Biber. Ein großes Problem könne die ASP (Afrikanische Schweinepest) werden, die in einem Gebiet in Tschechien aufgetreten sei. Dort wurden in einer großen Aktion die meisten Tiere erlegt. Befallene Tier sterben, für den Menschen sei sie ungefährlich. Man solle Verdachtsfälle sofort melden.

Krauthann erinnerte auch an die Vorschriften für die Aufbewahrung von Waffen und Munition, die verschärft worden sein. Schränke der Stufe 1 sollen angeschafft werden; im Rahmen der Besitzstands-Wahrung dürften Schränke der Stufe 0 weiter genutzt werden. Es gelte auch eine Amnestie für bisher nicht gemeldete Waffen, die aber abgegeben werden müssten.

Danach schritt man zur Neuwahl, die Sedlmeier leitete. Zum Hegegemeinschaftsleiter wurde schließlich wieder Herbert Krauthann einstimmig gewählt. Zu seiner Stellvertreterin wurde Marianne Süß berufen.

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