18.02.2018 - 20:00 Uhr
Bodenwöhr

"Jacobator"-Anstich in Bodenwöhr Hammersee und Dschungelcamp

Weißbier-Königin Katrin hat ihren letzten Auftritt: Sie zapft das erste Fass "Jacobator" an und läutet damit am Freitagabend die Starkbierzeit in Bodenwöhr ein.

Dr. Frieder Roßkopf hält die Jacobator-Rede. Bilder: ins (2)
von Autor INSProfil

Brauereichef Marcus Jacob hieß "die Freunde der Familienbrauerei" im urigen Kellergewölbe, das voll besetzt war, willkommen. Zum Feiern hatte man mehrere Anlässe. Einmal ist die Brauerei 260 Jahre alt geworden, zum anderen haben alle sechs eingereichten Weißbiere und Biersorten von der DLG die höchste Auszeichnung, die Goldmedaille erhalten.

Dass die Familienbrauerei weiter auf diesem hohen Level bleibt, kündigte Marcus Jacob an. Dazu sei der Bau eines neuen Sudhauses und einer Filtrieranlage vorgesehen. Die Weißbier-Königin Katrin aus Weiden zapfte dann das erste Fass "Jacobator" an. Das war somit ihre letzte Aufgabe, denn sie hat im letzten Jahr die Brauerei Jacob auf vielen Anlässen vertreten, selbst in Frankreich, wie Bäff Piendl, der Weißbier-Botschafter, erzählte. Mit Beiträgen wusste der Humorist natürlich, wie man die Starkbiergemeinde am besten unterhält. Mit einem Blumenstrauß verabschiedete Marcus Jacob die Bierhoheit. Die Tanngrindler Musikanten sorgten für die musikalische Unterhaltung der Gäste die sich den Jacobator oder auch den untergärigen dunklen Weißbier-Doppelbock schmecken ließen. Dazu hatte der Küche des Brauerei-Gasthofes mit bayerischen Spezialitäten für die entsprechende Unterlage gesorgt.

Zum Jacobator-Anstich gehört auch eine Starkbierrede. Die hielt der Chef der Tanngrindler Musikanten, Dr. Frieder Roßkopf, der die Bodenwöhrer zu Beginn etwas brüskiert. "Welcher Ort macht echt was her? Das ist die Ortschaft - Bruck - bei Bodenwöhr." Der Edelstein im Teichgebiet, wie man ihn sonst im Traum nur sieht. Bruck sei eine Augenweide, nicht trostlos wie die Ludwigsheide, "wo altes forstliches Gerümpel, dümpelt an dem Hammer-Tümpel." Er sagte, dass Bürgermeister Hans Frankl ihn angewiesen habe, ihn zu begrüßen. Der meine, dass bei der Leere "seiner Bronx" es vor Vorteil wäre, vom eigenen Chaos abzulenken "und den Bodenwöhrern kräftig einzuschenken".

Braumeister Martin Spießl ("Obwohl an Jahren jung an Lenzen, kann heut mit seinem Sud er glänzen") wurde natürlich extra gelobt, dazu auch noch Friedrich Jacob, der als "Bierprofessor" weltweit unterwegs sei. Auch die Bundespolitik hatte Frieder Roßkopf im Visier "wo selbstverliebte Macht-Attrappen, wie Pattex an den Posten pappen". Dazwischen musste auch der 50. Geburtstag von Marcus Jacob erwähnt werden, den er im Dezember "Unbemerkt fern von dahoam" feierte. Mit einem "Happy Birthday" gratulierte die Starkbiergemeinde nachträglich.

Dieseltrickserei, Feinstaub, Dschungelcamp und Glyphosphat: Alles fand in der Rede seinen Platz. "Jacob-Bier ist hier dagegen, qualitätsmäßig ein reiner Segen". Der versöhnliche Abschluss der Fastenrede: "260 Jahre Jacob Bräu, Leute bleibt dem Jacob treu, denn hier trinkt ihr - das was zählt, das wohl beste Bier der Welt".

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