Jahreshauptversammlung der Bürgerliste
"Endlich vernünftiges Rathaus"

Bürgermeister Richard Stabl (rechts) und Fraktionssprecher Stefan Haberl (stehend) gaben ihre Berichte bei der Jahreshauptversammlung der Bodenwöhrer Bürgerliste (BLB). Bild: ins
Vermischtes
Bodenwöhr
22.05.2017
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Bei der Jahreshauptversammlung der Bodenwöhrer Bürgerliste (BLB) zogen Bürgermeister Richard Stabl sowie Vorsitzender und Fraktionssprecher Stefan Haberl Bilanz. Dabei kamen die Reibereien mit anderen Parteien zur Sprache.

Bürgermeister Richard Stabl dankte seinen Mitstreitern für die engagierte Arbeit. "Die Bürgerliste ist ein ehrlicher, engagierter und verantwortungsbewusster Verein, der keine Meinungen vorschreibt", sagte er. Stabl sprach auch über unterschiedliche Meinungen, die es gibt. "Gemeindewohl und unser Gewissen sind die Parameter, die zählen." Es sei die Stärke der Bürgerliste, dass man eine eigene Meinung haben darf. "Fachgerechte Entscheidungen statt Filz und Vorteilsnahme, Ehrlichkeit statt Fraktionsdisziplin", zählte Stabl auf.

Seit zehn Jahren gibt es die Bürgerliste. Das kleine Jubiläum wird noch gefeiert. Auf Anhieb errang die Gruppierung das Amt des Bürgermeisters und drei Gemeinderatssitze. Anschließend gab es viele Reibereien. So wurde Bodenwöhr aus der Städtebauförderung gekegelt. "Eine Untat an der eigenen Heimatgemeinde, die uns unterm Strich um etliche Jahre zurückgeworfen hat und dem Gemeindesäckel viele Millionen gekostet hat", kritisierte Stabl.

"Positive Stimmung"

Bei der Jahreshauptversammlung ließen die Verantwortlichen erfolgreiche Projekte Revue passieren. Priorität haben nun die Leitungen von Wasser und Abwasser. Für die Reparatur der Leitung Hinterrandsberg und dem Austausch diverser Leitungen sind rund drei Millionen Euro veranschlagt. Außerdem sollen die Straßen in Windmais und Erzhäuser saniert werden. Weitere Baustellen sind der Kindergarten und die Absenkung von Bürgersteigen. Und laut Stabl vor allem: "Trotz der Sünden aus der Vergangenheit endlich ein vernünftiges Rathaus".

Fraktionssprecher Stefan Haberl sprach zu Beginn die "positive Stimmung und konstruktive Zusammenarbeit" aller Gemeinderatsmitglieder über alle Fraktionen hinweg an. "Das war nicht immer so." Haberl zählte die Projekte und Entscheidungen der vergangenen zwölf Monaten an: Hammersee ohne Blaualgen, Überarbeitung des Flächenmanagements, Breitbandausbau, Friedhoferweiterung mit Urnenplätzen, Ansiedlung der Vorschaltanlage vom Müllkraftwerk, Neugestaltung des Badeplatzes, wo 2018 der Badebetrieb wieder aufgenommen wird, WLAN-Hotspots beim Tourismusbüro und Bahnhof sowie - falls es Fördermittel gibt - Ladesäulen für E-Autos.

Verlagerung notwendig

Man versuchte Zuschüsse für den Abbruch des alten Rathauses und die Errichtung eines Bürgerservice-Zentrums zur Stärkung der Ortsmitte zu erhalten, nachdem die Sanierung von einigen Jahren gescheitert ist. Das Landratsamt baut das Angebot im Recyclinghof aus, weshalb eine Verlagerung in die Willi-Illbruck-Straße notwendig wird.

Die Leitung der Grundschule stellte zu Beginn des Schuljahres ihr Konzept zur Entwicklung vor, das Investitionen der Gemeinde nötig macht. Der Gemeinderat hat einstimmig die Kündigung im Schulverband Bruck ausgesprochen und den Anschluss nach Neunburg beantragt. Die Regierung hat aber bisher keine Rückmeldung gegeben.

Haberl wünschte sich einen besseren Informationsfluss vom Bürgermeister zur Bürgerliste, was die Arbeit der Fraktion erleichtern würde.
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