08.11.2017 - 12:26 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Jugendwart Stefan Wagner erzählt von der Ausbildung des Feuerwehr-Nachwuchses Langsam ins Team hineinwachsen

(sir)

Früh übt sich, wer ein richtiger Feuerwehrmann sein möchte. Doch schon längst gibt es auch Damengruppen, die sich in diesem wichtigen Dienst an der Allgemeinheit voll engagieren und vollen Einsatz bringen. Es kommt auf das Miteinander an - ein Umstand, der gerade auch in der Kinder- und Jugendriege der Feuerwehren während der Übungen vermittelt wird.

von Abenteuer FamilieProfil

Stefan Wagner fungiert bei der FFW Bodenwöhr seit 2009 als Jugendwart. Ihm zur Seite stehen seine Stellvertreterin Lisa Ziegler sowie weitere Helfer. Mit viel Fingerspitzengefühl führen sie die jungen Leute an ihre Aufgaben heran. Unterstützt wird Wagner dabei von den Kommandanten und der Vorstandschaft, sie alle räumen der Jugendarbeit einen sehr hohen Stellenwert ein.

Stefan Wagner war sofort bereit, „Abenteuer Familie“ Fragen zu beantworten und damit einen Einblick in das breitgefächerte Aufgabenfeld mit Feuerwehrjugend zu gewähren. Aktuell seien zehn Jugendliche dabei. Drei von ihnen seien seit kurzem volljährig geworden oder werden es in Kürze, so dass sie zum Jahreswechsel offiziell ausscheiden und in den aktiven Dienst wechseln. Auch im nächsten Jahr stehen solche Übertritte an.

Der Feuerwehr beitreten können Interessierte bereits mit zwölf Jahren. Dadurch sei man Feuerwehranwärter in der Jugendfeuerwehr, so Wagner. Die Teilnahme bei Einsätzen sei unter gewissen Voraussetzungen ab 16 Jahren möglich. Zwischen 16 und 18 Jahren dürfen die Nachwuchs-Feuerwehrleute jedoch nicht im Gefahrenbereich, beispielsweise bei der Brandbekämpfung oder bei der Verkehrsabsicherung, eingesetzt werden.

In dieser Altersgruppe sei der Feuerwehrdienst wie ein Praktikum zu verstehen, erklärt Wagner. „Als Jugendwart ist es mir wichtig, dass die Jugendgruppe nicht nur als eigenständige Einheit gesehen wird, sondern dass die Jugendlichen von Beginn an mit den Feuerwehrlern jeden Alters durch Aktiven-Übungen oder Vereinsveranstaltungen zusammenkommen. Dadurch wächst der Zusammenhalt innerhalb der ganzen Feuerwehr, und es entsteht ein nahtloser Übertritt in den aktiven Dienst“, betont Stefan Wagner.

Zudem beteiligen sich die Bodenwöhrer alljährlich im August am Landkreis-Zeltlager. Auch sonstige Aktivitäten, wie Baden, oder Eis-Essen kommen sehr gut an und stärken das Gemeinschaftsgefühl.

Während eines Jahres stehen mehrere Abzeichen- und Leistungsprüfungen in unterschiedlichen Stufen an. Darauf bereiten sich jeweils die Jugendlichen in den Jugendübungen vor. In der Praxis sind dies Grundhandgriffe und Tätigkeiten, die für einen späteren Einsatz als aktiver Feuerwehrmann benötigt werden.

Spürbar sei bei den Jugendlichen auch das Interesse an der Technik, weiß Wagner. Bei aller Vermittlung von Theorie und Praxis bzw. der technischen Ausbildung kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz. „Das Wichtigste ist eine gelebte Kameradschaft und der Team-Gedanke“, schildert der Jugendwart seine Erfahrung im Umgang mit den Jugendlichen. Ob ein Jugendlicher Vorteile durch seinen Dienst in der Wehr hat? Wagner meinte, dass soziales Engagement generell gut ankomme.

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