Party 60+
Reime und Auftritte kommen an

Das Nittenauer Weiberkomitee mit Helga Proske (Mitte) präsentierte sich erneut recht schwungvoll, wie hier bei der Nittenauer Weiberpolka. Bilder: sir (2)
Vermischtes
Bodenwöhr
07.02.2018
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Die Show-Mädchen der Rummlfelser, mit ihren fünf bis acht Jahren, die Jüngsten der Faschingsgesellschaft, entpuppten sich bereits als wahre Tanzprofis.

Damit sich alle Gäste der "Party 60+" unbeschwert amüsieren können, sind umfangreiche Vorbereitungen vonnöten. 500 Senioren aus Nittenau, Bodenwöhr und Bruck füllen die Regentalhalle. Viele unter ihnen kennen die Veranstaltung bereits. Aber es sind auch einige dabei, die zum ersten Mal zur "Party 60+" kommen.

Nittenau. Kurz vor Beginn um 14 Uhr eilten die letzten Senioren herbei und nahmen an den langen Tischreihen Platz. Um eine gewisse Zuordnung und einen Überblick zu haben, war es notwendig geworden, verschiedenfarbige Bänder in den Rathäusern zu deponieren, die sich die Gäste abholten. Alle drei Kommunen sponserten Kaffee und Gebäck für die Senioren. Die BRK-Bereitschaft Bruck hatte die Tische eingedeckt. Gewohnt ruhig, aber zügig servierten sie Getränke und Gebäck.

Der Höhepunkt ließ auch nicht lange auf sich warten: Das Weiberkomitee nebst Chefin Helga Proske hielt mit den Bürgermeistern Karl Bley (Nittenau) und Hans Frankl (Bruck) sowie dem Seniorenbeauftragten Michael Müller Einzug. Der Narrhalla-Marsch erklang und auf den Gesichtern der Senioren legte sich ein erwartungsvolles Lächeln. Unter den Gästen war auch Stadtpfarrer Adolf Schöls auszumachen. Mit ihren beachtlichen 104 Jahren war auch die rüstige und geistig rege Karolina Hochmuth erschienen, die den Applaus sichtlich genoss und den Leuten im Saal freundlich zuwinkte.

Sketche überzeugen

Mit ihrer Programmankündigung weckte Proske die Vorfreude, begleitet von lebhaftem Applaus. Alleinunterhalterin Christiane Aschenbrenner traf genau den Nerv der Gäste. Eine Generation, die zeigte, dass sie seit ihren Tanzkursen zu Schulzeiten noch nichts auf dem Parkett verlernt hatte. Auch die Faschingsgesellschaften "Rummlfelser" aus Fischbach und die "Allotria" Nittenau brachten Stimmung in den Saal. Die schmucken Kinder- und Jugendgarden tanzten sich in die Herzen der Senioren. Das Weiberkomitee begeisterte mit seinen Sketchen. "Ich liebe dich" - diese drei Worte wollten dem altgedienten Ehemann (Christine Griesbeck) nicht so recht über die Lippen kommen. "Das sagt man doch nicht - seiner eigenen Frau", meinte er gegenüber seiner Angetrauten (Helga Proske). Und so ein außereheliches Gestehen der Gefühle geht auch nicht: "Denn sie hört zu."

Frierender Kaplan

Über so manche Begebenheit in und um Nittenau sowie in den Nachbarkommunen wussten die "Neihauser Loamsiada" Bescheid, worauf sich Evi Kugler buchstäblich ihren Reim machte. "Bürgermeister und Pfarrer in Nittenau streiten ums Geld, wenn es eine Seelenwanderung gäbe, müssten das Don Camillo und Peppone sein". Der Nittenauer Kaplan stamme aus Brasilien. Da er hierzulande friert, habe er sich nun seine Haare wachsen lassen. "Vielleicht kann ihm jemand eine Mütze stricken?", regte Kugler an. Und der sparsame Pfarrer Schöls sei nicht mehr so sparsam, "wenn er durch die Reihen der Gläubigen geht und sie mit Weihwasser besprengt". Das Weiberkomitee begeisterte mit weiteren Einlagen. Zum offiziellen Schluss sang es das allbekannte Nittenauer Weiberlied. "
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