20.11.2017 - 20:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Ruhestandspfarrer Georg Frank feiert 80. Geburtstag Stets engagierter Seelsorger

"Ja, eine Berufung habe ich als Kind erlebt", sagt Pfarrer Georg Frank bei seinem 80. Geburtstag. Und doch schlägt er zunächst einen ganz anderen Weg ein, strebt eine landwirtschaftliche Ausbildung an. Im Alter von 22 oder 23 Jahren schließlich bereitet er sich als Spätberufener in Fockenfeld auf das Abitur vor.

Ruhestandspfarrer Georg Frank (Mitte) feierte seinen 80. Geburtstag im Schönstatt-Zentrum. Bürgermeister Karl Bley gratulierte zusammen mit Seniorenbeirat Heidi Ernst (Zweite von links). Mit dabei waren die Schwester des Jubilars, Olga Frank (rechts), und vom Schönstatt-Zentrum Schwester Marika. Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Nittenau. Das legte Frank 1965 ab. Anschließend begann er in Regensburg zu studieren. Bereits nach einem Jahr ist er aus dem Priesterseminar wieder ausgetreten, erzählt er seine durchaus bewegende Geschichte. In München legte er 1970 das Diplom in Theologie ab. Es folgte jeweils ein Jahr als Praktikant und als Diakon in Reinhausen. Bischof Dr. Rudolf Graber spendete ihm am 1. Juli 1972 die Weihe zum Priester im Hohen Dom zu Regensburg.

Seit 2003 im Ruhestand

In Kümmersbruck fungierte er als Kaplan. Sechs Jahre verbrachte er in Plattling, "wo es mir sehr gut gefallen hat". In Hohengebraching mit den Filialen Großberg und Oberisling prägte er 20 Jahre lang das pfarrliche und seelsorgerische Leben. In seine Amtszeit fielen 1981 die Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche, im Einzelnen: mit der Orgel, den Glocken, den Fenstern, der Sakristei und dem Dach. In Oberisling baute er ein Kirchenzentrum, außerdem oblag ihm die Planung und der Bau der Kirche St. Benedikt von 1982 bis 1984 sowie die Außenrenovierung der bestehenden Kirche von St. Martin. Auch seine landwirtschaftliche Prägung kam ihm hier zugute. In Neualbenreuth kam er zur Welt, wuchs mit zwei Schwestern in der elterlichen Landwirtschaft auf. In Hohengebraching galt es, sich um einen großen Pfarrwald zu kümmern. In seiner Freizeit packte er kräftig bei den Junganpflanzungen mit an. Von 1999 an bis zu seinem Ruhestand war er Pfarrer in Rappenbügl (Maxhütte-Haidhof).

Seit 2003 verbringt Pfarrer Frank, ein eifriger Marien-Verehrer, seinen Ruhestand in Nittenau im Schönstatt-Zentrum. Ruhestand? Bereits im Seminar hatte der rüstige Jubilar über Pater Kentenich zur Schönstatt-Bewegung gefunden. In Regensburg war diese "recht klein". Mit der Jugend fing er an, diese Bewegung anzuschieben und auszubauen. Und bald war der Wunsch da: "Wir brauchen ein eigenes Haus, ein Zuhause", erzählt der Geistliche. Viele Leute haben angefangen dafür zu sparen, vor 30 bis 40 Jahren waren große Spender dabei. Sieben Plätze habe er angeboten bekommen. Der damalige Bürgermeister Julius Schmatz habe ihm 1982 einen Vorschlag unterbreitet. Bald schon brodelte die Gerüchteküche, von einer Haushaltsschule über ein Heim für Schwererziehbare bis hin zur Sekte reichte die Palette. Dies hatte zur Folge, dass er sich massiv gegen Angriffe wehren musste. Strapaziös sei die Zeit der Entscheidung von 1983 bis zur Fertigstellung 2002 gewesen. Zwischenzeitlich sei 1996 "das Kapellchen" durch Bischof Wilhelm Schraml eingeweiht worden. 2002 war das Pater-Kentenich-Haus fertiggestellt, es folgte die Einweihung durch Weihbischof Vinzenz Guggenberger.

Wandern und Musik

Pfarrer Georg Frank liebt Musik, greift oft zur Steirischen. Gerne hält er sich draußen in der Natur auf, liebt das Wandern. Frank erinnert sich daran, wie er früher die Zugspitze zu Fuß bestiegen hat. Noch immer hilft der beliebte Geistliche in den umliegenden Pfarreien aus, hält Gottesdienste ab. Regelmäßig feiert er auch Gottesdienste in der Schönstattkapelle und übernimmt die Seelsorgedienste. Feuerwehr, Männerchor und Kirchenchor reihten sich in die große Gratulantenschar ein. Bürgermeister Karl Bley und Seniorenbeirat Heidi Ernst überbrachten die Glückwünsche der Stadt.

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