15.09.2017 - 20:00 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Spendenmarsch für Projekt in Burkina Faso Schritt für Schritt solidarisch

Burkina Faso zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Das Hilfswerk "Missio" hält mit dem seit Jahren bewährten Projekt "Katechisten-Ausbildung in Burkina Faso" dagegen. Regelmäßig leistet die Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr-Alten- und Neuenschwand mit Aktionen einen Beitrag dazu. Jüngst gab es wieder einen Spendenmarsch.

Unterwegs sein, um etwas zu bewegen. Die Teilnehmer am Spendenmarsch zeigten sich solidarisch mit den Menschen in Burkina Faso. Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Es ist bereits das dritte Mal, dass Pfarrer Johann Trescher die Teilnehmer vor der Pfarrkirche zu dieser Aktion begrüßte, die langsam an Tradition gewinnt. Bereits in den Jahren 2015 und 2016 kamen Spenden in Höhe von rund 16 800 Euro zusammen. Angespornt durch diesen Erfolg wagte sich die Pfarreiengemeinschaft an ein neues Projekt heran: Wieder eine Katechisten-Ausbildung in Burkina Faso. Doch diesmal in einem anderen Bistum, nämlich Ouahigouya in der Ortschaft Bam. Das Ausbildungszentrum Bam liegt etwa 115 Kilometer von der Hauptstadt Ouagadougou und ebenso weit entfernt von der Bischofsstadt Ouahigouya.

"Hilfe zur Selbsthilfe", unter diesem Leitgedanken steht die Gesamtausbildung. Hier werden junge Paare und Einzelpersonen in den Bereichen religiöse Bildung, Katechese, pastorale Arbeit, Kirchengeschichte, Spiritualität und Gebet ausgebildet. Die Vermittlung dieser Kenntnisse geht einher mit der schulischen Bildung, Alphabetisierung, Unterricht in Grundrechenarten, Wissen in Landwirtschaft, Hygiene, Gesundheit, Erziehung und handwerklichen Fertigkeiten. Verbesserte Anbaumethoden sichern die Zukunft der Bevölkerung. Zudem bilden die Katechisten eine wichtige Säule für die Arbeit der katholischen Kirche in Burkina Faso, da sie in den Dörfern tätig sind, in die nur selten ein Priester kommt. Der Solidaritätsgedanke der Pfarreiengemeinschaft mit den Burkinern kommt bei allen Hilfsaktionen zum Tragen, beispielsweise bei kulturellen Ereignissen wie Konzerten.

43 Kinder, Frauen und Männer beteiligten sich diesmal am Spendenmarsch. Der Weg führte über die Klause zum Wirtskellerweg und zurück zur Pfarrkirche St. Barbara. Station machte die Gruppe zunächst beim Friedhof, wo Pfarrer Trescher auf die derzeit laufende Neugestaltung aufmerksam machte, unter anderem mit neuen Urnengräbern und der optischen Aufwertung durch Neuanpflanzungen. Nächster Zwischenstopp war bei der Kneipp-Anlage. Franz Singerer tauchte in die Historie des Ortes ein. Er sprach insbesondere über die Quelle hier in Kaltenbrunn, des Kaltenbrunner Baches, der früher hinter den Hammerhäusern durch den Ort bis zum Hammersee führte, über die Besitzverhältnisse und Wasserrechte und über den Sulzbach, der über Bruck nach Nittenau führt. Pfarrer Trescher hatte aus seinem Sortiment der Eine-Welt-Waren Bonbons und Schokolade eingepackt, die er kostenlos verteilte. Wieder angekommen bei der Pfarrkirche lockten Erfrischungsgetränke, Kaffee und Kuchen, angeboten von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Der Spendenmarsch erbrachte insgesamt 1270 Euro, dank der Spender und Sponsoren.

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