Zäsur beim Ring der Eisenzeit - neue künstlerische Leitung
Neue Spielzeit mit Frau an Spitze

Der Ring der Eisenzeit wählte den Vorstand neu. Vorsitzender bleibt Bürgermeister Richard Stabl, der aber nicht bei der Wahl dabei sein konnte, weil er krank war. Bilder: sir (2)
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Bodenwöhr
31.12.2016
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Marlene Wagner-Müller ist neue künstlerische Leiterin und löst Hubert Süß ab.

Der Ring der Eisenzeit lebt von der Gemeinschaft seiner Mitglieder, Schauspieler, Sponsoren und Helfer. Die passt - und deshalb auch die Bilanz, die der Verein zog. Bei der Jahreshauptversammlung kündigten die Verantwortlichen dennoch Änderungen an.

Für den erkrankten Vorsitzenden Richard Stabl hielt Stellvertreter Franz Singerer die Sitzung ab und ließ dabei den Bericht von Stabl verlauten. Der stellte die besondere Leistung aller heraus, die sich beim Ring der Eisenzeit engagiert hatten. Er erinnerte an die Teilnahme am Neujahrsempfang der Gemeinde Bodenwöhr. Beim Theatertag in Neusath-Perschen gelang es, die Bodenwöhrer Festspiele positiv zu präsentieren.

"Die kleine Hexe"

Aufwendig gestalteten sich die Vorbereitungen zum Familienstück "Der kleine Muck" unter Regie von Ingrid Schieder, die von Katharina und Petra Lutter sowie einigen Eltern der kleinen Darsteller unterstützt wurde. Sehr gut kam auch der Balladenabend "Die grusligen Hammerschmiedsgselln" unter der Federführung des künstlerischen Leiters Hubert Süß an. Auch die Aufführung des Landestheaters Oberpfalz "Das Wirtshaus im Spessart" war sehr gut besucht.

Pfarrer Johann Trescher hielt wieder den Gottesdienst zum Festspielabschluss, musikalisch mitgestaltet durch den Kirchenchor unter Leitung von Eva Blommer. Für 2017 steht eine wichtige personelle Änderung an: Als neuer künstlerischer Leiter fungiert Marlene Wagner-Müller. Sie löst damit Hubert Süß ab, der für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Wagner-Müller war beim Landestheater Oberpfalz Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit sowie Regisseurin. Die Theaterpädagogin, verheiratete Mutter zweier Kinder, wohnt in Ihrlerstein im Landkreis Kelheim. Erfahrungen sammelte sie bei verschiedenen Theatern als Schauspielerin und in der Regie.

In Bodenwöhr wird 2017 das Familienstück "Die kleine Hexe" aufgeführt. Die Erwachsenen können sich auf zwei Werke von Ludwig Thoma freuen. Der Ring der Eisenzeit spielt "1. Klasse", das Landestheater Oberpfalz gastiert mit "Die Lokalbahn". Nicht nur Schauspieler werden benötigt, sondern auch Unterstützung bei den Requisiten und Kostümen. Wer nähen und die Requisiten für Ausgabe und Rücknahme organisieren kann, der sollte sich melden. "Im Jahr 2017 steht dann sicherlich auch der Wechsel unserer Lager-Unterkunft im alten Forstmaschinenbetrieb an", sagte Stabl. Deshalb bat er schon jetzt um Ideen, wo das Theater-Material untergebracht werden könnte. Am besten so nah wie möglich am Festspielort.

Stab weitergegeben

Hubert Süß, geistiger Vater des Festspiels rund um das Bodenwöhrer Hüttenwerk, sprach bei den Neuwahlen des "Rings" von einem "frohen Tag". Die Eisenzeit sei aus den Baby- und Kinderschuhen herausgewachsen. Nun könne er, nachdem er die künstlerische Leitung aus Zeitgründen nicht mehr so erledigen könne, den Stab an eine "Theaterfrau durch und durch" übergeben. Marlene Wagner-Müller hatte die Festspiele 2016 bereits mit einem Gastspiel des LTO ("Das Wirtshaus im Spessart") bereichert.

Bei der Jahreshauptversammlung hatten zweiter Vorsitzender Franz Singerer und zweiter Bürgermeister Albert Krieger das "neue Gesicht" in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters und Eisenzeit-Vorsitzenden Richard Stabl in Bodenwöhr willkommen geheißen. Bei den übrigen Vorstandsämtern gab es nur kleinere Rochaden - lediglich einen neuen Kassier konnte der Ring bis dato nicht finden. Er wird laut Satzung vom Vorstand nachträglich eingesetzt und bei der nächsten Mitgliederversammlung gewählt.

Süß mahnte in Richtung von Krieger: "Herr Bürgermeister, wir brauchen ein Hüttenwerksmuseum, keines zum Verstauben, ich sehe hier eine große Pflicht bei der Gemeinde. Außerdem braucht Bodenwöhr ein Dach über der Tribüne." Angesichts der Bedeutung des Festspiels für die Region hätte der Verein auch ein feststehendes Festspielgelände verdient.

Die Neuwahlen erbrachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender ist Richard Stabl, als zweiter Vorsitzender fungiert Franz Singerer, als dritte Vorsitzende Ingrid Schieder, die auch das Amt der Schriftführerin bekleidet, ihre Stellvertreterin ist Petra Lutter. Künstlerische Leiterin wurde Marlene Wagner-Müller, als ihr Stellvertreter fungiert Hubert Süß. Die Kasse prüfen Albert Krieger und Alois Feldmeier jun.
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