27.12.2017 - 20:10 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

ZMS-Tochter OVEG investiert rund zwölf Millionen Euro: Sortieranlage wohl im Mai fertig

In Bodenwöhr wird derzeit an einer Zwölf-Millionen-Euro-Investition gebaut. Derzeit liegt man im Zeitplan. Geht alles gut, soll die Anlage in ein paar Montan in Betrieb gehen.

Landrat Thomas Ebeling (Mitte) und andere Offizielle besichtigten die Baustelle vor kurzem. Bilder: exb (2)
von Externer BeitragProfil

Schwandorf/Bodenwöhr. Der Bau der Sortieranlage für Gewerbe- und Sperrmüll sowie des Ballenlagers der Ostbayerischen Verwertungs- und Energieerzeugungsgesellschaft mbH (OVEG) schreitet voran. Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Thomas Ebeling, OVEG-Geschäftsleiter Thomas Knoll, Stellvertreter Franz Grabinger und Projektleiter Bernhard Pfleger verschafften sich vor Ort auf dem Gelände der Sortieranlage Bodenwöhr einen Überblick über den aktuellen Stand.

Die OVEG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) und als solche für die Annahme und den Transport des Gewerbemülls verantwortlich. Das Müllkraftwerk des ZMS ist mit seinen vier Ofenlinien an jedem Tag des Jahres in Betrieb. Für den Betriebsablauf problematisch sind laut einer Pressemitteilung jedoch zwei Sachen: das in den vergangenen Jahren konjunkturbedingt steigende Müllaufkommen und der steigende Heizwert des Abfalls. Dies hat zur Folge, dass die Ofenlinien im Müllkraftwerk zusätzlich belastet werden und es zu einer Reduzierung der Durchsatzleistung kommt - verbunden mit kostenintensiven Müllumleitungen. Deshalb beschloss der Aufsichtsrat der OVEG im Juli 2015 den Bau einer Sortieranlage.

Startschuss im Mai 2017

Zwei etwa 2,2 Hektar große Grundstücke wurden in Bodenwöhr im Ortsteil Blechhammer gefunden. Nach Erteilung der Genehmigungsbescheide erfolgte im Mai 2017 der Startschuss für den Bau der Sortieranlage mit Ballenlager. Jährlich können hier bis zu 50 000 Tonnen Sperr- und Gewerbemüll sortiert und anschließend die verwertbaren, heizwertreichen Sortierfraktionen wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden. Bei den aussortierten Materialien handelt es sich vor allem um Holz, Kunststoffe, Metalle und auch Papier, die zur weiteren Verarbeitung an Dritte abgegeben werden. Heizwertarme, nicht verwertbare Reste werden im Müllkraftwerk thermisch verwertet. Projektleiter Bernhard Pfleger sprach über den Baufortschritt. Die Sortierhalle, die Einbauten (Schächte, Kanäle) der Freiflächen und die Maschinentechnik seien in Kürze fertiggestellt. Das Sozialgebäude befindet sich noch im Rohbau.

Bis zu 16 neue Arbeitsplätze

Pfleger rechnet für Mai 2018 mit dem Probebetrieb der Sortieranlage. Die Anlieferung der Abfälle erfolgt vorerst mit Lastwagen, da mit dem Bau des Gleisanschlusses wegen bahninterner Umbaumaßnahmen erst im Jahr 2020 zu rechnen sei. Pfleger betonte, dass es beim Betrieb der Anlage zu keinen Belastungen oder Einschränkungen für die Nachbarschaft und die umliegenden Gewerbebetriebe kommen wird und alle genehmigungsrechtlichen Auflagen eingehalten werden. Die OVEG investiert insgesamt rund zwölf Millionen Euro in die Sortieranlage und das Ballenlager. Ebeling freute sich über den fristgerechten Baufortschritt und darüber, dass bis zu 16 neue Arbeitsplätze entstehen.

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