27.02.2018 - 20:00 Uhr
Bodenwöhr

Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Sulzbachtal Etliche Baumaßnahmen geplant

Im Rathaus Bodenwöhr tagt der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Sulzbachtal - alle Abstimmungen fallen einstimmig aus. Vor allem die Finanzen stehen bei der Sitzung im Fokus.

von Ingrid SchiederProfil

Bürgermeister Karl Bley aus Nittenau fungierte als Vorsitzender und leitet die Sitzung. Für Bodenwöhr war stellvertretender Bürgermeister Albert Krieger und für Bruck Marktoberhaupt Hans Frankl vertreten. Ein Tagesordnungspunkt betraf die Jahresrechnung 2016. Der Verwaltungshaushalt beträgt 936 747 Euro, der Vermögenshaushalt 800 811 Euro. Die Soll-Einnahmen und -Ausgaben betragen 1 737 558 Euro, die Zuführung zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf 76 592 Euro. Bei der Sitzung wurde auch das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung 2017 vorgestellt. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 946 034 Euro ab. An den Vermögenshaushalt konnten 163 535 Euro zugeführt werden, dieser schloss mit 1 175 061 Euro. Das Rechnungsergebnis für den Gesamthaushalt 2017 beträgt 1 991 806 Euro. Ein Bericht zum Kläranlagenbetrieb und zu den Baumaßnahmen 2017 folgte. Der Betrieb sei ohne Störungen verlaufen. Die Sanierung der über 40 Jahre alten Armaturen und Rohrleitungen im Heizungskeller (Kosten rund 200 000 Euro) sei 2016 größtenteils abgeschlossen worden. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten im Rechengebäude belaufen sich auf rund 160 000 Euro. Angeschafft wurden zudem Kettenräumer im Nachklärbecken für 16 000 Euro.

Saniert werden mussten zwei Druckleitungen in Bodenwöhr, die Kosten hierfür betrugen rund 60 000 Euro. Die Reinigungsleistung sei mit 98 Prozent relativ hoch und konnte nahezu konstant im Vergleich zu den Vorjahren gehalten werden. Bley erinnerte an die Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Zweckverbandes und 40 Jahre Betrieb der Kläranlage. In seiner Funktion als Vertreter des Abwasserzweckverbandes beim Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf habe er die Versammlungen besucht, so Bley. Seit Oktober 2017 sei eine neue Klärschlammverordnung in Kraft getreten, mit der Rückgewinnungspflicht von Phosphat, einer Monoklärschlammverbrennung - wobei es eine Übergangsfrist von zwölf bis 15 Jahren gebe.

Den Mitgliedern wurde auch die Abrechnung der Betriebskosten- und Investitionsumlage 2017 vorgetragen. Die Betriebskostenumlage beträgt 623 044 Euro. Nachdem 762 000 Euro von den Mitgliedsgemeinden bereits entrichtet wurden, sind 138 955 Euro zu erstatten. Die Investitionsumlage für 2017 beträgt 91 810 Euro. Nachdem 595 100 Euro von den Mitgliedsgemeinden bereits gezahlt wurden, sind noch 503 289 Euro zu erstatten. Nach Aufrechnung der beiden Umlageabrechnungen sind der Stadt Nittenau 322 918 Euro, dem Markt Bruck 159 276 Euro und der Gemeinde Bodenwöhr 160 050 Euro zu erstatten. Die Betriebskostenumlage 2018 wurde nach den Vorjahreswerten errechnet: Nittenau 47,93 Prozent, Bruck 26 Prozent und Bodenwöhr 26,07 Prozent. Die Betriebskostenumlage beträgt 769 100 Euro.

Für dieses Jahr sind einige Baumaßnahmen geplant: der Bau einer stationären Entwässerungsanlage, die Sanierung des Hauptsammlers in Bodenwöhr, der Nachrüstung der Regenüberlaufbecken mit Messeinrichtungen, die Sanierung des Regenüberlaufbeckens in der Kläranlage, die Sanierung des Rechengebäudes und die Erweiterung des Schaubilds in der Kläranlage. Der Haushaltsplan schließt im Verwaltungshaushalt mit 1 031 100 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 1 148 800 Euro.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp