Passionskonzert in der Pfarrkirche
Charme jugendlicher Stimmen

Weniger cool, dafür umso mehr "kuhl" steckt in dem von Elvira Kuhl betreuten "KuhlVoices", die ein wundervolles Passionskonzert mitgestalten. Viele wurden von der Leiterin selbst stimmlich ausgebildet. Bilder: ld (2)
Kultur
Brand
23.03.2018
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Die "KuhlVoices" aus Neunkirchen bei Weiden gastieren anlässlich eines Passionskonzerts in Brand. Dabei begeistern sie eine Stunde lang die Zuhörer.

Noch steht der Chor nicht vor dem Altar. Leiterin Elvira Kuhl macht sich am Klavier bereit und Romy Weidner stimmt ihre Querflöte. Und da ist noch die Sopranistin Celine Michalke. Sie wartet auf ihren Einsatz. "Ave Maria" aus dem Film "Provokateur" steht auf dem Programm.

Ihren Kopf leicht zur Seite geneigt, beginnt sie, lässt einen hellen, klaren aber auch warmen Ton wachsen und bringt ihn in den oberen Lagen erst so richtig zum Aufblühen. Ein wunderbarer Einstieg in ein Konzert, das von großer Vielfalt, von der Unterschiedlichkeit der Stücke, besonders aber von jugendlichem Charme des Chores lebt.

"Wenn die Jugend musiziert, ist es immer etwas Besonderes", fassen einige Zuhörer am Ende zusammen. Bürgermeister Ludwig König brachte es in seiner Begrüßung anders zum Ausdruck: "Die Fastenzeit hat ja mehrere Gesichter. Wenn wir nach vorne zum Altar schauen, dann zeigt sich die Fastenzeit in einem überaus netten, frohen, jungen und sympathischen Gesicht." Von einer großen Bereicherung sprach am Ende Pater Joy.

Nachdem der Chor Aufstellung genommen hat, stehen Werke aus mehreren Jahrhunderten auf dem Programm. Für rhythmische Belebung sorgt nicht nur Kuhl am Klavier mit stets untermalender und nicht bestimmender Begleitung. Cajon und afrikanische Trommel leisten auch ihren Beitrag. Barocke Transparenz ist aber ebenso bestimmend bei Stücken von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach.

Von ihm stoßen natürlich "Jesu bleibet meine Freude" und "Air" auf das Gefallen der Zuhörer, letzteres in einem sehr reizvollem Arrangement von Teena Chinn. "Pie Jesu" lebt von blitzsauberer, wohlüberlegter und nuancierter Dynamik, auch von der Spannung, die sich von einem solistischen Einstieg aus aufbaut. Dazwischen gibt es Stücke von Georg Philipp Telemann.

Annemarie Küstner (Querflöte) und Walter Reischer (Orgel) sorgen für willkommene Verschnaufpausen und für die Möglichkeit, von Gabi Sieder und Bertram Nold gesprochene Texte "setzen zu lassen". Da ist die Rede von Geduld und Gelassenheit in der Fastenzeit, von der Öffnung der Kirchen auch für Menschen, die am Rande stehen und auch ein Hinweis auf die Arbeit von Schwester Christin in Südafrika. Der Erlös des Benefizkonzerts geht an die von ihr betreuten Kinder. Nach Franz Schuberts bekanntem "Ave Maria" in modernem Satz und einer weiteren Partita für Orgel und Querflöte freuen sich die Besucher auf das "Engelsterzett" aus "Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Freuen dürfen sich die Schützlinge von Schwester Christin in Südafrika. Großzügige Spender haben 790 Euro ins Körbchen gelegt.
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