Gesangsschüler von Doris Kütük aus der Region begeistern mit Auftritt - Von Klassik bis zu ...
Bei Pop Stimmen wie entfesselt

Hildegard Kern, Nadine Zaus, Karin Kuhbandner, Melissa Voit und Andreas Schinner (von links) ließen sich beim Konzert in Brand von ihrer Lehrerin Doris Kütük am Flügel begleiten. Bild: ld
Lokales
Brand
04.05.2013
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"Dieses Mal ist alles anders", sagte Bertram Nold als Vertreter des Kulturellen Förderkreises zu Beginn des letzten Konzerts. Damit meinte er die Akteure, die dem Abend im Mehrzwecksaal einen besonderen Charme verliehen: Nicht Künstler aus Bayreuth, Nürnberg oder aus der Schweiz wie beim letzten Liederabend gastierten. Junge Künstler aus Nagel, Ebnath und Brand präsentierten diesmal ein buntes und vielfältiges Programm.

Am Flügel saß Doris Kütük aus Nagel, die als Klavier- und Gesangslehrerin in Fürth tätig ist, sich aber auch um musikalische Talente aus der Region bemüht. Den hörbaren Beweis für ihren pädagogischen Erfolg lieferte sie in diesem über zweistündigem Konzert ab. Hildegard Kern und Melissa Voit aus Nagel gaben Kostproben ihres Könnens, ebenso Karin Kuhbandner sowie Nadine Zaus aus Ebnath und Andreas Schinner aus Mehlmeisel.

Das Programm begann mit Klassik, mündete in bekannte Evergreens, um sich nach der Pause den Genres Pop, Musical und Film zu widmen. Der Ablauf des Abends gestaltete sich überaus interessant: Umgekehrt proportional verhielten sich Nervosität und Qualität der Stimmen. Mehr und mehr Gefallen fanden die Akteure an dem Raum und an der Tatsache, dass sich auch die Freude der Zuhörer bei den Vorträgen steigerte, was sich immer wieder in begeistertem Applaus ausdrückte.

Wechselnde Besetzungen

Dabei sorgten nicht nur die Stücke für Abwechslung und Spannung, auch die wechselnde Besetzung machte neugierig auf den nächsten Auftritt. In Duetten traten die fünf Gesangssolisten auf, auch solistisch, zu dritt und zu viert ließen sie sich auf dem von ihrer Lehrerin einfühlsam, dynamisch, überaus differenziert und niemals dominierend am Flügel durch die verschiedenen Gesangsstile begleiten.
Dem Frühling galt ein Gruß mit einem bekannten Stück von Schubert. Karin Kuhbandner und Melissa Voit stellen sich damit vor und ließen ihre hellen Stimmen erstrahlen. Die "Arie des Papageno", sehr selbstbewusst und ausdrucksstark vorgetragen von Andreas Schinner, gewann durch dessen leicht sonorig geprägte Stimme, lebte auch von der dezent angedeuteten Mimik und ließ auf respektables stimmliches Volumen schließen. "Caro mi oben" gelang Nadine Zaus sehr lebendig. Nicht in dieses klassische Genre fügte sich der ausdrucksvolle Alt von Hildegard Kern ein. Mit "Ich weiß, es wird nochmal ein Wunder geschehn" stieg sie im Bereich der Evergreens ins Geschehen ein. Bei ähnlichen Beiträgen wie "Milord" und später "Cabaret" brachte sie selbstbewusst und überzeugend Beweise der Flexibilität ihrer Stimme.

Spürbar freier fühlten sich die Künstler bei den Pop-Stücken, was ihren Stimmen zunehmend Klarheit und Reinheit verlieh. Lieder von Harry Belafonte, Lionel Richie und den Beatles machten Darbietenden und Zuhörern viel Freude und führten schließlich zum letzten Teil des Programms: Musical und Film.

Zunehmend lockerer

Jetzt wurden auch größere Höhen müheloser überwunden, konnten die weiblichen Teilnehmer auch zunehmend ihre Stimmen zum Strahlen bringen und betonte Rhythmik als weiteres gestalterisches Element verwenden. Die Lockerheit auf der Bühne riss die Zuhörer zu starken Beifallsäußerungen hin. Da ließ sich auch Andreas Schinners Mitgliedschaft in einer Rockband als Möglichkeit der Bühnenerfahrung nachvollziehen, als er schon fast charismatisch sein "Gott ist tot" sang.

"Singen macht Spaß" trugen alle Künstler gemeinsam als Zugabe vor und lieferten damit einen großen Überbegriff über dieses großartige Laienkonzerts in Brand.
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