05.07.2017 - 20:00 Uhr
BrandOberpfalz

Christian Doelschal vertritt die Region bei der Wahlprogramm-Konferenz der Union Oberpfälzer in politischer Mission

Brand/Berlin. Christian Doleschal vertritt ganz alleine die Nordoberpfalz, als die Unionsparteien in Berlin ihr Programm für die Bundestagswahl im September verabschieden. Auf einen Punkt im Programm ist er besonders stolz.

Christian Doleschal mit Kanzlerin Angela Merkel und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer beim Erinnerungsfoto in Berlin. Bild: exb
von Redaktion OnetzProfil

Als sich am Sonntag die Führungen der Unionsparteien auf das Programm für die Bundestagswahl im September einigten, saß Christian Doleschal mit am Tisch. Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union hat dies seinem Posten im Landesvorstand der CSU zu verdanken. Diesem gehört er seit 2015 als jüngstes Mitglied an.

Vergangene Woche hat die Union das Wahlprogramm für den 24. September beschlossen und vorgestellt. Die zweitägige Sitzung begann laut Doleschal am Sonntag ganz entspannt: Bei einem "gemütlichen Abendessen" habe sich die Möglichkeit ergeben, ein paar Worte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu wechseln. Am Montagvormittag diskutierten Doleschal und seine Kollegen einige Punkte aus dem Wahlprogramm erneut. Geändert habe sich am Inhalt allerdings nur sehr wenig, da die Parteigremien gute Vorarbeit geleistet haben. "Das Wahlprogramm ist solide und zeigt die wichtigsten Themen der Zukunft", so Doleschal. Da sich das offizielle Programm recht kompliziert lese, gebe es die wichtigsten Punkte in "leichter Sprache" im Internet.

Schwerpunkte sind die Familie und die steuerliche Entlastung. Laut Doleschal sehnt sich die Bevölkerung angesichts des jährlichen Steuerüberschusses nach einer Steuersenkung. Dabei distanziert sich die Union von Steuererhöhungen. "Das Thema innere Sicherheit wird immer aktueller. Deshalb möchten wir auch mehr Polizisten einstellen",sagte Doleschal gegenüber dem Neuen Tag.

Tatsächlich gibt es einen Programmpunkt, der seinen Ursprung bei der Jungen Union in der Oberpfalz hat: das Baukindergeld. "Das Konzept sieht vor, dass eine Familie pro Kind rund 100 Euro im Monat für eine Immobilie erhält. Dabei handelt es sich um eine zentrale Forderung der JU gegen steigende Baupreise", erklärt Doleschal. Insgesamt sei er mit dem Programm sehr zufrieden. "Ich glaube, dass wir die Themen der Zeit aufgegriffen haben." Doch ein gutes Wahlprogramm ist am Ende nicht alles. Beständigkeit und Vertrauen in die Politik spielen für die Bürger ebenfalls eine wichtige Rolle. Deshalb mahnt Doleschal, dass es noch keinen Grund zum Feiern gibt. "Wir müssen bis zur Wahl im September besonnen reagieren und dürfen nichts überstürzen."

In einem Punkt sind sich CDU und CSU nicht komplett einig: Soll das Wort "Obergrenze" nun im Wahlprogramm enthalten sein oder nicht? "Es ist nur eine Wortklauberei. Zwar wurde es zwischen den beiden Parteien allgemein ruhiger, doch diskutiert wird über dieses Wort nach wie vor. Allerdings ist der entscheidende Unterschied heute viel mehr das Wort und nicht der Inhalt dahinter." Doch neben dieser Meinungsverschiedenheit herrsche ansonsten Einigkeit - auch beim Solidaritätszuschlag. Der soll nämlich abgeschafft werden.

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