Aus dem Gemeinderat
Es bleibt bei Pflaster in der Sonnenstraße

Der Ausbau der Sonnenstraße geht zügig voran. Bei der Gestaltung des Gehwegs bleibt es bei Pflasterung. Bild: ld
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11.07.2017
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Zügig voran geht der Ausbau der Sonnenstraße. Seit Wochen wird gebaggert, gegraben und betoniert. Nun hatten vier Anlieger an die Gemeinde einen Antrag gestellt, den Bürgermeister Ludwig König (CSU) als dringlich einstufte.

Der Gehsteig an der Nordseite soll nicht gepflastert sondern asphaltiert werden, war dort formuliert. Sein Sachvortrag löste eine längere Debatte aus. Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU), eigentlich persönlich beteiligt, meinte, er werde jetzt trotzdem dazu sprechen, er hätte auch als Zuhörer ums Worten bitten können. "Jetzt sitz ich halt da vorne und nicht im Zuhörerbereich."

Er vertrat die Auffassung, dass im Falle einer Asphaltierung der Gehweg als der Straße zugehörig eingeschätzt und dann eben überfahren werde. Bürgermeister Ludwig König erklärte zum Sachverhalt, dass bei den Anhörungen der Wunsch nie geäußert worden sei. Er sei von dem Antrag überrascht. Christian Drehobel sprach weiter den Jour fix vor wenigen Tagen an, bei dem er den Bürgermeister vertreten hatte. Auch dort sei kein Wunsch geäußert worden.

Michaela Schmidt schloss sich den Worten ihres Vorredners an und Wolfgang Doleschal (CSU) ergänzte, es habe noch nie so ein aufwendiges Verfahren der Bürgerbeteiligung wie in der Sonnenstraße gegeben. Darauf sei er ganz stolz. Man habe dort Vereinbarungen getroffen und eine Änderung sei ungerecht gegenüber denen, die nicht unterschrieben haben. Außerdem würde eine Änderung nicht mit der Ausschreibung übereinstimmen. Der Asphalt für einen Gehweg sei eine andere Mischung als für die Straße. Bernhard Schindler (CSU), der ursprünglich die sogenannte Homburger Kante wegen eines eventuellen Problems mit dem Schneepflug gar nicht wollte, plädierte aus gestalterischen Gründen weiterhin für Pflaster. Der Bürgermeister ließ auch eine Wortmeldung von Angelika Herrmann, Anliegerin und eine der Unterzeichnerinnen des Antrags, zu. Sie zitierte aus einem Beschluss aus dem Jahr 2016, nach dem der "Gehsteig in seiner Form erhalten werden soll". Da aber waren sich die Gemeinderäte einig, dass dieser Beschluss nicht die Gestaltung des Gehwegs sondern allgemein das Vorhandensein eines solchen betraf. Gefragt nach der Begründung in dem Schreiben, konnte Bürgermeister Ludwig König eine solche nicht finden. Florian Söllner (CSU) aber war offenbar von Anliegern angesprochen worden und konnte die Frage mit "weniger Pflegearbeiten" beantworten. Schließlich stellte der Bürgermeister erfolgreich den Antrag, an der bisherigen Planung festzuhalten.
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