Brander Gemeinderat hört Ausschussberichte und befasst sich mit Hotspost
Bilanz und Breitband

Vermischtes
Brand
29.12.2016
10
0

(ld) Berichte aus den Ausschüssen stehen traditionell der Tagesordnung der letzten Sitzung des Gemeinderats im Jahr. Seniorenbeauftragte Waltraud Sticht hat eine Hausaufgabe aus Tirschenreuth bekommen. Ein Fragebogen ist auszufüllen über Barrierefreiheiten im Ort. Ansonsten berichtete sie von monatlichen Treffen, von Besuchen bei älteren Mitbürgern in Seniorenheimen zusammen mit anderen ehrenamtlich Tätigen. Die Sybillenbad-Fahrten seien sehr beliebt. Sie sei auch in die Nachbarschaftshilfe eingebunden. Es gebe viel zu tun, unter anderem seien Fahrdienste sehr gefragt.

Zusammen mit Kuki

Familienbeauftragte Michaela Schmidt berichtete von der Zusammenarbeit mit der Kuki-Stelle, wo es zweimal im Jahr ein Treffen gibt. Ein neuer Raum für die Krabbelgruppe konnte im Pfarrheim gefunden werden. Spender für Spielsachen seien gefunden worden. Es wurden bereits welche gekauft. Start im neuen Raum ist im Januar. Gefragt gewesen sei sie auch von Flüchtlingen, die dringend Hilfe brauchten, auch beim Ausfüllen von Formularen.

Jugendbürgermeisterin Leonie Reiß konnte von einem neu eingerichteten Jugendraum berichten. Anfänglich sei der Besuch gut gewesen, habe dann aber nachgelassen. Auch am Tag der Begegnung habe sich der Jugendgemeinderat beteiligt, das Ferienprogramm sei eine der wichtigsten Aufgaben. Waffeln wurden am Bürgerfest verkauft und natürlich gab es eine Kirwa-Disco.

Digitaler Ausblick

Menschen, die weniger technisches Interesse haben und mit der digitalen Welt wenig zu tun haben, müssen sich erst einmal schlau machen, bevor sie das verstehen, was der Freistaat Bayern im Förderprogramm hat. Er hat eines für die Installierung von WLAN-Hotspots aufgelegt. Hotspots sind öffentliche drahtlose Internet-Zugriffspunkte. Für einen Hotspot mit Accesspoint (elektronisches Gerät, das als Schnittstelle für kabellose Kommunikationsgeräte fungiert) würde eine einmalige Installationsförderung von 2500 Euro gewährt werden; maximal werden zwei Spots gefördert.

Nach Auskunft des Breitbandzentrums decken sich die Installationskosten grundsätzlich mit den Fördersummen. Dem gegenüber stehen die monatlichen Betriebskosten je Hotspot mit Accesspoint von mindestens 23,09 Euro (Indoor) beziehungsweise 30,17 Euro (Outdoor). Jahreskosten also 277,08 Euro (Indoor) und 362,04 Euro (Outdoor).

Bucht man einen Kombi-Hotspot (Indoor und Outdoor) beläuft sich die Jahresbetriebssumme auf 583,63 Euro. Diese eben genannten Betriebskosten sind ohne Kosten für einen Internetanschluss. Die Kosten für einen Internetanschluss würden noch hinzukommen, soweit bei der Gemeinde keiner vorhanden ist. Also noch dazu jährliche Kosten von mindestens 251,16 Euro. Sollte eine Installation am oder im Rathaus stattfinden, rät das Landratsamt dringend dazu, dass aus Datensicherheit zusätzlich zum dienstlichen Anschluss ein Anschluss für den oder die Hotspots gebucht wird.

Diskussion verschoben

Für den Betrieb am Rathaus würden der Gemeinde dadurch Jahreskosten von 834,84 Euro entstehen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sprach Wolfgang Doleschal (CSU) an; das sei wohl nicht gegeben. "Kann eine moderne Gemeinde darauf verzichten?", fragte Tobias Reiß (CSU). Die Einrichtung werde immerhin mit 2500 Euro gefördert. Eventuell im Mehrzwecksaal könnte sich zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU) einen Hotspot vorstellen, aber so richtig begeistert zeigte er sich nicht. Florian Söllner sprach das umständliche Einwählen an. Am 9. Januar wird weiter darüber beraten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.