07.03.2018 - 20:00 Uhr
Brand

Ein rühriger Verein zieht Bilanz Ehrungen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins

Treue Mitglieder sind die Basis eines jeden Vereins. Dass es daran beim aktuell 106 Köpfe zählenden Obst- und Gartenbauverein nicht mangelt, zeigte sich in der Jahreshauptversammlung.

Jeder Verein lebt von seinen treuen Mitgliedern. Bild: twg
von Regina BauerProfil

Vorsitzende Brigitte Hofmann konnte Ludwig König für 40-jährige Zugehörigkeit, Agnes Schultheiß, Manfred Schreyer, Martin Drehobel sowie Erika und Elisabeth Doleschal für 25-jährige Treue auszeichnen.

Besonders freute sie sich über eine Zuwendung der VR-Bank Kemnather Land - Steinwald eG in Höhe von 500 Euro. Diese Spende wirkt sich natürlich auch auf den Kassenstand positiv aus, wie dem Bericht von Elisabeth Doleschal zu entnehmen war. Eine weitere Spende, in gleicher Höhe steht in Aussicht. Somit wäre eine größere Investition durchaus möglich. An die Anschaffung eines Häckslers hatte man da gedacht.

Nach längerer Diskussion und unter Abwägung aller Vor- und Nachteile entschied sich die Versammlung jedoch gegen das Vorhaben. Ausleihen wäre finanziell günstiger, so der allgemeine Tenor. Viermal trafen sich die Verantwortlichen im vergangen Jahr, um vielfältige Aktionen vorzubereiten. Um nur einige zu nennen: Die Pflanzentauschbörse, die zusammen mit dem Fichtelgebirgsverein organisiert wird, sowie das Schmücken des Erntedankaltars und die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde, was auch von Bürgermeister Ludwig König lobend erwähnt wurde. Die Fuhrmannsreuther Krieger- und Soldatenkameradschaft sucht Personen, die sich künftig um die Pflege des Kriegerdenkmals kümmern. Nun wurde die Bitte an den Obst- und Gartenbauverein herangetragen, ob unter Umständen diese Arbeiten vom Verein übernommen werden können. Spontan erklärte sich dazu niemand bereit, nach einer Lösung wird also noch gesucht. Die nächste Landesgartenschau wird in Würzburg sein. Zusammen mit dem Nachbarverein Ebnath soll eine Tagesfahrt organisiert werden. Auch die Herbstversammlung wird mit Ebnath zusammen ausgerichtet.

Jeder, der mit wachen Augen durch die Natur geht, wird feststellen, dass die Artenvielfalt bei Vögeln und Schmetterlingen deutlich nachgelassen hat. Die Klärung der Frage nach dem "Warum" und wie man Abhilfe schaffen kann, war der Inhalt des Referats von Gerald Hoch. Durch die Überdüngung von Feldern und Wiesen und das vorzeitige Abmähen von vielen Pflanzen wird den Tieren die Nahrung entzogen.

Die Tatsache, dass es heute 75 Prozent weniger Insekten wie vor 27 Jahren gibt, spricht für sich. Wichtig ist es, den ursprünglichen Zustand wenigstens annähernd wieder herzustellen. Blühende Flächen schaffen und nicht abmähen ist die Devise. "Mut zur Wildnis" forderte der Referent: "Disteln, Brennnessel und Co. nicht immer gleich vernichten."

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