31.01.2017 - 20:00 Uhr
BrandOberpfalz

Gemeinde plant Erweiterung des Wildparks Nach Luchsen nun auch Wölfe und Bären

Mehlmeisel. "Negative Dinge nicht überbewerten, aber auch nicht der Versuchung unterliegen, Probleme schönzureden." Das gab Bürgermeister Franz Tauber den Gästen beim Neujahrsempfang mit auf den Weg. Bevor er verdiente Bürger mit Medaillen auszeichnete, blickte Tauber zurück und beleuchtete die aktuelle Situation. Ein Thema war auch die Straßenausbaubeitragssatzung, die zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist. Der Bürgermeister versprach, sich rechtzeitig mit den Grundstückseigentümern zusammenzusetzen, um die für jeden günstigste und praktikabelste Variante umzusetzen.

Bürgermeister Franz Tauber zeichnete mit Verdienstmedaillen Michael Ehlich (Silber), Alexander Pscherer (Gold) und Martin Wiche (Bronze, von links) aus. Bild: gis
von Gisela KuhbandnerProfil

Wildpark ein Highlight

"Mehlmeisels touristisches Highlight mit 70 000 Besuchern im vergangenen Jahr ist nach wie vor das Waldhaus mit dem Wildpark", so der Bürgermeister. Die Gemeinde beschäftige hier neun Mitarbeiter. Aufgrund des großen Erfolgs sei eine Erweiterung geplant. Hier gehe es um ein Bären- und Wolfgehege als Spiegelprojekt mit einem tschechischen Partner. "Die Förderung könnte bei 90 Prozent liegen", ist Tauber zuversichtlich. Angedacht ist auch ein "Baumwipfelpfad", der von den Bayerischen Staatsforsten geplant, gebaut und zusammen mit Wildpark, Waldhaus und Gemeinde betrieben werden soll.

Bei den Klausenliften stehe am Mittwoch bereits der 50. Fahrtag bevor. "Ohne die Beschneiungsanlage, die bislang 60 000 Kubikmeter Schnee erzeugt hat, wäre das nicht möglich gewesen", informierte Tauber. Es gebe im Gemeinderat bereits Überlegungen, in weitere Schneekanonen zu investieren, um für die nächsten 15 Jahre den Wintersport zu gewährleisten.

Im unteren Bereich der Liftanlagen, wo ein Kinder- und Familienland entstehen werde, sei bereits mit der Verlegung des Holderbachs begonnen worden. Tauber: "Im nächsten Bauabschnitt wird das abgelagerte Erdreich in die Senke einplaniert und dann das Gelände für den angedachten Zweck modelliert."

Der Bürgermeister freut sich, dass die Einwohnerzahlen und der Tourismus in Mehlmeisel "wieder langsam ansteigen". Es gebe in Oberfranken und in der Oberpfalz "keinen Ort unserer Größe, in dem noch drei Bäckereien und zwei Metzgereien existieren und sich noch jeder selbst versorgen kann". Weniger erfreulich sei die Schließung der Sparkasse, die "uns ein Stück von unserer Eigenständigkeit genommen hat". Die Eröffnung der kleinen Commerzbank-Filiale sei da wie ein "Sechser im Lotto".

Gold für Pscherer

Der Bürgermeister zeichnete auch drei Bürger für langjährige verantwortungsvolle Tätigkeiten aus. Die Verdienstmedaille in Bronze erhielt Martin Wiche. Er ist seit 30 Jahren Mitglied im Gesangverein "Edelweiß", seit 20 Jahren Chorleiter des Kirchenchors, des Gesangvereins zudem Leiter des Projektchors Hohes Fichtelgebirge und des Vokalensembles "Belcanto".

Mit der gleichen Auszeichnung in Silber wurde Michael Ehlich geehrt. Seine Verdienste: zwölf Jahre erster Kommandant, sieben Jahre zweiter Kommandant, 23 Jahre im Verwaltungsrat der Feuerwehr Mehlmeisel und von 1993 an Gemeinderat.

Mit der Verdienstmedaille in Gold zeichnete der Bürgermeister Alexander Pscherer aus: Er war von 1990 bis 2013 Bereitschaftsleiter der örtlichen Bergwacht, ist seit 2013 Regionalleiter Bergwacht, seit 2002 VdK-Vorsitzender, 25 Jahre Schriftführer im Schützenverein und seit 2008 im Gemeinderat. Die Parforcehornbläsergruppe Hohes Fichtelgebirge umrahmte die Feier, die mit Imbiss und Wein im Foyer endete.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.