Jagdgenossenschaft Brand
Hohe Wildschäden bereiten Sorgen

Vermischtes
Brand
21.03.2018
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Noch sind die Finanzen der Jagdgenossenschaft Brand geregelt, das Jahr endete sogar mit einem Plus. Kassier Hans-Jürgen Schmidt trug dazu in der Jahreshauptversammlung einen ausführlichen Bericht vor. Ob das allerdings so bleiben werde, sei fraglich.

Die zu erwartenden immer höher werdenden Wildschäden und die daraus resultierenden hohen Instandsetzungskosten geben den Genossen zu denken. Vier Schäden, entstanden in Maisfeldern und Grünland, wurden 2017 gemeldet. Von dem von 2013 bis 2017 extra für Schadensbehebung angespartem Geld ist inzwischen eine ordentliche Summe verbraucht. Die Versammlung kam überein, in diesem Zusammenhang heuer den Jagdpachtschilling keinem besonderen Zweck zuzuführen, sondern ihn auf Eis zu legen.

Jagdvorsteher Bernhard Schindler appellierte, Wildschäden möglichst umgehend entweder bei ihm oder der Gemeinde anzuzeigen. Nur so könne Abhilfe geschaffen und ein Überblick bewahrt werden. Die genossenschaftseigenen Geräte würden auch ausgeliehen. Um Reparaturkosten abzudecken, wurde vorgeschlagen, bei Seilwinde und Mulchgerät, die am reparaturanfälligsten sind, die Ausleihgebühr auf 10 Euro pro halben Tag festzusetzen. Der kleine Holzspalter ist für die Genossenschaft nicht mehr rentabel und soll für 100 Euro an eines der Mitglieder verkauft werden. Beide Vorschläge fanden die Zustimmung.

Die vergangenen Jahre gewährte die Jagdgenossenschaft an die Kommune einen jährlichen Zuschuss zum Wegeunterhalt von 500 Euro. Derzeit seien die Wege im Gemeindebereich in einem erfreulich guten Zustand, so dass heuer auf einen Zuschuss verzichtet werden könne. Bürgermeister Ludwig König dankte für die geleisteten Zuwendungen. Um das digitale Jagdkataster aktuell zu halten, sei es unerlässlich, Flächenveränderung zeitnah anzuzeigen. Meldungen nehmen der Jagdvorsteher und der Kassier entgegen.

Jagdpächter Josef Scherm hat mit den Jagdbegehern Markus Busch und Andreas Eberl 2017 folgendes Wild erlegt: acht Rehe, wovon eines dem Verkehr zum Opfer fiel, drei Wildschweine, sechs Füchse, einen Marder, vier Fischreiher und zwei Eichelhäher. Rege Kommunikation zwischen Vorstand und Jagdpächter wünscht sich Schindler. Sie sei unerlässlich, nicht zuletzt im Hinblick auf die steigenden Wildschäden.
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